Steam-Malware, Computer

Steam-Malware: 21-Jähriger infizierte 8.000 Computer für Kryptoraub

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 22:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein US-Bürger steht im Verdacht, über manipulierte Steam-Spiele tausende Rechner infiziert und Kryptowährungen entwendet zu haben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Steam-Malware: 21-Jähriger soll Krypto im Wert von 200.000 Euro gestohlen haben
Schattenhafte Hände tippen auf einer Tastatur mit holografischer Anzeige von Kryptowährungssymbolen und einem Steam-Logo. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein junger Mann aus Florida steht im Verdacht, über manipulierte Videospiele auf der Plattform Steam tausende Computer infiziert und Kryptowährungen gestohlen zu haben. Die US-Bundesbehörden nahmen Zyaire Dontaevious Zamarion Wilkins (21) am 14. Juli fest. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Schadsoftware in mindestens acht Spielen versteckt

Die Ermittlungen des FBI förderten ein ausgeklügeltes System zutage. Wilkins soll in mindestens acht verschiedenen Spielen auf Steam – darunter BlockBlasters, Dashverse, Lunara und PirateFi – Schadsoftware versteckt haben. Allein PirateFi lockte über 7.000 Spieler an.

Zwischen Mai 2024 und Februar 2026 infizierte die Malware rund 8.000 Geräte. Über einen Fernzugriffs-Trojaner, den sich der Beschuldigte für umgerechnet rund 9.200 Euro beschafft haben soll, gelangte die Gruppe an etwa 80 Kryptowallet-Zugänge. Wilkins, der unter dem Pseudonym „Sibel.eth" agierte, bewarb die präparierten Spiele über Plattformen wie Discord, Telegram, X und LinkedIn.

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200.000 Euro Schaden – Diebstahl live gestreamt

Die Ermittler beziffern den Schaden auf mindestens 200.000 Euro in Kryptowährungen. Die gesamten Transaktionsvolumen im Zusammenhang mit der Aktion belaufen sich auf rund 350.000 Euro.

Besonders dreist: Einige der „Leerzüge" wurden in Echtzeit dokumentiert. So gelang es den Tätern über das Spiel BlockBlasters, einem Streamer während einer laufenden Live-Übertragung umgerechnet 29.000 Euro zu entwenden. BlockBlasters allein könnte für bis zu 137.000 Euro des Gesamtschadens verantwortlich sein.

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Die Spur führte zu Uber-Eats-Gutscheinen

Die Ermittler verfolgten die gestohlenen Bitcoin-Transaktionen bis zu einem Dienst namens Bitrefill. Dort soll der Beschuldigte mit dem erbeuteten Geld über 150 Uber-Eats-Gutscheine gekauft haben – und diese an seine eigenen Wohnadressen liefern lassen.

Nach der Festnahme beschlagnahmten die Beamten mehrere elektronische Geräte sowie drei Wallet-Seed-Phrasen, darunter eine für die datenschutzorientierte Kryptowährung Monero. Der Fall könnte von Florida nach Washington State verlegt werden. Bei einer Verurteilung drohen Wilkins bis zu zehn Jahre Haft.

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