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Steam Machine: DRAM-Mangel zwingt Valve zu 16GB-Einzelmodul

25.06.2026 - 15:04:12 | boerse-global.de

Valve reagiert auf DRAM-Engpässe mit 16GB-Einzelmodul in Steam Machines. Höhere Preise und gemischte Testergebnisse prägen den Marktstart.

Valve Steam Machine: DRAM-Knappheit erzwingt Speicher-Umstellung
Steam - Nahaufnahme eines einzelnen, leuchtenden 16GB-RAM-Moduls auf dunklem, unscharfem Hintergrund mit Leiterplattendetails. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der weltweite DRAM-Mangel zwingt Valve zu einer kurzfristigen Umstellung: Statt der geplanten zwei 8GB-Riegel kommt in den ersten Steam Machines nur ein einzelner 16GB-Speichermodul zum Einsatz.

Die Entscheidung fiel am 25. Juni 2026, nachdem sich die Beschaffung von 8GB-DIMMs als zunehmend schwierig erwiesen hatte. Branchenanalysten führen die Knappheit auf die hohe Nachfrage nach DRAM-Speicher im Bereich der künstlichen Intelligenz zurück. Valve selbst räumte ein, dass man nicht über die langfristigen Lieferverträge verfüge, die nötig gewesen wären, um die kleineren Module zu sichern. Die Speicherhersteller diktierten die Preise – und Valve musste nehmen, was verfügbar war.

Höherer Preis als geplant

Die Lieferkettenprobleme haben auch den Endkundenpreis nach oben getrieben. Ursprünglich hatte Valve einen Einstiegspreis von umgerechnet rund 700 Euro angestrebt. Doch nun liegt der Preis für die Steam Machine je nach Speicherkapazität zwischen etwa 980 und 1400 Euro. Ein herber Rückschlag für das ambitionierte Konsolenprojekt, das mit der Konkurrenz von Sony und Microsoft mithalten will.

Leistungseinbußen? „Kaum spürbar“

Erste Tests vom 23. Juni 2026 zeichnen ein gemischtes Bild. In CPU-Benchmarks erreichte das System Single-Core-Werte von rund 2300 Punkten und Multi-Core-Ergebnisse von knapp 7350 Punkten. Die Grafikleistung liegt auf dem Niveau einer RX 6600 oder RTX 3060 – respektabel, aber nicht bahnbrechend. Während aktiver Gaming-Sessions verbraucht das System zwischen 170 und 180 Watt.

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Valve-Ingenieure verteidigen die Entscheidung: Der Leistungsunterschied zwischen Single- und Dual-Channel-Betrieb sei für Spiele „vernachlässigbar“. Zudem biete der einzelne 16GB-Riegel einen einfacheren Aufrüstpfad auf 32GB. Ein Teardown vom 24. Juni bestätigte die hohe Reparierbarkeit: Sowohl RAM als auch SSD lassen sich leicht austauschen.

Lotterie für Käufer

Wer eine Steam Machine bestellt, weiß nicht genau, was er bekommt. Valve bestätigte, dass die meisten Geräte mit dem einzelnen 16GB-Modul ausgeliefert werden. Einige Einheiten könnten jedoch je nach regionaler Verfügbarkeit noch mit der ursprünglich geplanten 2x8GB-Dual-Channel-Konfiguration kommen. Eine Wahlmöglichkeit beim Kauf gibt es nicht.

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Eine Barebone-Version ohne RAM und SSD – die Valve kurzzeitig in Erwägung gezogen hatte – wurde verworfen. Die Komplexität von Montage und Qualitätstests für ein Massenprodukt sei zu hoch. Ganz vom Tisch ist die Idee allerdings nicht. Doch zunächst liegt der Fokus auf den voll bestückten Geräten zu den aktuellen Preisen.

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