Steam Deck 2: Valve hält an Generationssprung fest trotz Speicherkrise
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 18:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die weltweite Knappheit bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher hat die Entwicklung des Steam Deck 2 nach Angaben von Valve nicht grundsätzlich verändert. Entwickler Pierre-Loup Griffais erklärte gegenüber IGN, die aktuelle Lage habe die Pläne für den Nachfolger der Handheld-Konsole nicht wirklich beeinflusst.
Die geplanten technischen Spezifikationen blieben unverändert – lediglich der Zeitpunkt der Markteinführung, wie und wann Valve ein solches Gerät liefern könne, stehe zur Diskussion.
Kein Kompromiss bei den Spezifikationen
Laut Griffais hält Valve weiterhin an einer klar abgegrenzten Leistungssteigerung gegenüber dem aktuellen Steam Deck fest. Statt einer schrittweisen Verbesserung strebt das Unternehmen einen echten Generationssprung an.
Diese Ausrichtung folgt einer Designphilosophie, die Valve seit 2024 verfolgt: eine deutliche Leistungssteigerung, ohne dabei Abstriche bei Energieeffizienz und Akkulaufzeit hinnehmen zu müssen. Ein konkreter Starttermin für das Steam Deck 2 wurde von Valve nicht genannt. In Branchenkreisen kursieren Gerüchte über ein Release-Fenster um das Jahr 2028.
Aktuelle Modelle bereits von Preissteigerungen betroffen
Valve hält am Steam Deck 2 fest und peilt einen echten Generationssprung an – nur der Zeitpunkt bleibt offen. Für Käufer heißt das: Die aktuellen Modelle sind bereits deutlich teurer geworden, ein Release-Termin fehlt weiterhin. Unser kostenloser Ratgeber zeigt, wann sich Warten lohnt und wann Sie jetzt zugreifen sollten. Kostenlosen Handheld-Ratgeber anfordern
Während die zukünftige Handheld-Generation noch ohne festen Termin bleibt, spürt Valve die Auswirkungen der Speicherkrise bereits bei den bestehenden Steam-Deck-Modellen. Berichten zufolge wirkten sich die gestiegenen RAM-Preise negativ auf die Verkaufszahlen aus. Die Preise der aktuellen Steam-Deck-Varianten stiegen um bis zu 43 Prozent, das Modell mit 1 TB Speicher kostet mittlerweile 949 US-Dollar.
Speicherkrise könnte noch Jahre andauern
Die Ursache der Engpässe liegt einem Bericht zufolge in der stark gestiegenen Nachfrage durch KI-Anwendungen sowie in Handelsspannungen zwischen den USA und China, die die Situation seit Ende 2025 verschärften.
Die Aussichten auf eine kurzfristige Entspannung sind gedämpft: Führungskräfte von SK Hynix und Phison gehen davon aus, dass sich die Speicherkrise bis in das Jahr 2030 hinziehen könnte. Experten rechnen frühestens ab 2028, teils erst in den 2030er-Jahren, mit sinkenden Preisen für RAM, Speicherchips und Grafikprozessoren.
Die Preise der aktuellen Steam-Deck-Modelle sind Berichten zufolge um bis zu 43 Prozent gestiegen, und Experten rechnen frühestens ab 2028 mit sinkenden Speicherpreisen. Wer jetzt kaufen will, sollte die Alternativen kennen. Unser kostenloser Ratgeber vergleicht Handheld-Optionen und zeigt, welches Gerät zu welchem Budget passt. Alternativen-Check jetzt kostenlos sichern
Für Valve bedeutet dieses Umfeld einen Balanceakt: Der angestrebte Generationssprung beim Steam Deck 2 setzt technologische Fortschritte voraus, die maßgeblich von der Verfügbarkeit und den Kosten von Speicherkomponenten abhängen.
Solange sich die Marktlage nicht entspannt, bleibt offen, wann Valve die angekündigte Leistungssteigerung tatsächlich in ein marktreifes Produkt umsetzen kann. Nutzer des aktuellen Steam Deck müssen sich unterdessen auf anhaltend höhere Anschaffungskosten einstellen, solange die Speicherpreise auf dem derzeitigen Niveau verharren.
