Starbucks, Chipotle

Starbucks dementiert Kauf von Burrito-Kette Chipotle

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 16:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Starbucks weist Überlegungen zu einer Übernahme von Chipotle zurück. Die Spekulation hatte die Kurse beider Unternehmen bewegt und war auch wegen der früheren Rolle von Starbucks-Chef Brian Niccol bei Chipotle aufgekommen.

Starbucks wird die auf mexikanische Küche spezialisierte Kette Chipotle doch nicht kaufen. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa
Starbucks wird die auf mexikanische Küche spezialisierte Kette Chipotle doch nicht kaufen. (Archivbild) - Bild: Michael Kappeler/dpa

Starbucks dementiert Übernahmepläne

  • Starbucks teilte mit, die auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurantkette Chipotle nicht zu kaufen.
  • Die Spekulation war durch einen Medienbericht aus der vergangenen Woche ausgelöst worden.
  • Nach dem Dementi legte die Starbucks-Aktie zu, während der Chipotle-Kurs nachgab.

Starbucks hat Pläne für den Kauf der US-Restaurantkette Chipotle zurückgewiesen und damit Übernahmespekulationen beendet.

Bericht löste Spekulation aus

In der vergangenen Woche war berichtet worden, Starbucks arbeite an einem Angebot für Chipotle. Eine Sprecherin der Kaffeehauskette stellte nun klar: Starbucks kaufe Chipotle nicht.

Aktien reagieren auf Dementi

Chipotle war bereits zuvor als möglicher Übernahmekandidat gehandelt worden. Nach der Erklärung von Starbucks reagierten die Börsen unmittelbar: Die Aktie der Kaffeehauskette stieg, der Kurs von Chipotle fiel.

Niccol verbindet beide Unternehmen

Zusätzliche Nahrung erhielten die Spekulationen durch die frühere Tätigkeit von Starbucks-Chef Brian Niccol bei Chipotle. Niccol hatte das Unternehmen zuvor geführt und sich dort als Sanierer einen Namen gemacht.

Starbucks setzt auf das Kerngeschäft

Bei Starbucks arbeitet Niccol daran, Geschäftsrückgänge durch besseren Service und gemütlichere Kaffeehäuser umzukehren. Ein Kauf der Burrito-Kette ist damit nicht Teil der derzeit mitgeteilten Strategie.

Übernahmegerüchte als Markttest

Die Spekulation verband zwei bekannte US-Restaurantmarken mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen: Starbucks steht für Kaffeehäuser, Chipotle für auf mexikanische Küche spezialisierte Schnellrestaurants. Ein Kauf hätte deshalb nicht nur eine finanzielle Transaktion bedeutet, sondern auch die Frage aufgeworfen, ob Starbucks sein Angebot über das Kerngeschäft Kaffee hinaus ausweiten will.

Für Chipotle zeigt der Vorgang zugleich, wie stark Übernahmegerüchte die Wahrnehmung eines börsennotierten Unternehmens beeinflussen können. Dass der Aktienkurs nach dem Dementi nachgab, verweist auf die Bedeutung möglicher Käufer für die Bewertung eines Übernahmekandidaten. Eine konkrete Transaktion oder ein offizielles Angebot gibt es nach der Meldung jedoch nicht.

Brian Niccol als Verbindung

Die Spekulation erhielt zusätzliches Gewicht, weil Starbucks-Chef Brian Niccol zuvor Chipotle geführt und dort als Sanierer Bekanntheit erlangt hatte. Seine persönliche Vorgeschichte machte eine Verbindung zwischen beiden Unternehmen plausibel, ersetzt aber keine Unternehmensentscheidung.

Bei Starbucks richtet sich der Blick damit weiter auf die operative Erholung des Kaffeegeschäfts. Niccol versucht, Rückgänge mit besserem Service und gemütlicheren Kaffeehäusern umzukehren. Für Kunden und Anleger bleibt entscheidend, ob diese Strategie das Kerngeschäft stabilisiert, statt durch eine neue Restaurantkette erweitert zu werden.

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