Stablecoins, Partner

Stablecoins: Über 140 Partner starten Open-USD-Plattform im Juli

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 05:22 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein Konsortium aus über 140 Partnern startet die Open-USD-Plattform und fordert etablierte Stablecoin-Emittenten heraus.

Stablecoin-Revolution: Banken und Tech-Riesen treiben Integration voran
Digitales Stablecoin-Symbol vor unscharfem Hintergrund mit Händen, die Währungen und Geräte austauschen, Symbol für globale Finanzintegration. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Große Zahlungsdienstleister, globale Banken und Technologiekonzerne wechseln von Pilotprojekten zur vollständigen Integration der digitalen Währungen in ihre Infrastruktur. Im Zentrum stehen dabei neue Erlösmodelle und die Nutzung der Blockchain-Technologie für grenzüberschreitende Zahlungen.

Großes Bündnis fordert etablierte Anbieter heraus

Ein Konsortium aus über 140 Partnern – darunter Visa, Mastercard, Stripe, BlackRock und BNY Mellon – hat im Juli 2026 die Open-USD-Plattform gestartet. Das Besondere: Partner erhalten Anteile an den Erträgen aus den hinterlegten Reserven. Die Plattform unterstützt mehrere Blockchain-Netzwerke wie Solana, Polygon und Base und erhebt keine Gebühren für die Ausgabe und Rücknahme der Stablecoins.

Die Ankündigung dieses Wettbewerbers hatte unmittelbare Folgen: Der Marktwert etablierter Stablecoin-Emittenten geriet unter Druck. Der Kurs von Circle fiel um 14 bis 16 Prozent. Branchenbeobachter berichten zudem, dass der gesamte Stablecoin-Markt seit Mai 2026 um umgerechnet rund neun Milliarden Euro geschrumpft ist. Der Juni verzeichnete dabei den stärksten monatlichen Rückgang seit Anfang 2022.

Bankenallianzen revolutionieren Devisenhandel

Traditionelle Geldhäuser setzen zunehmend auf Stablecoins, um den Devisenhandel und grenzüberschreitende Zahlungen zu modernisieren. Im Sommer 2026 starteten Chainlink und ein Konsortium aus über 47 europäischen und koreanischen Banken das Projekt Pangea. Die Allianz, die Vermögenswerte von über zehn Billionen Euro verwaltet, strebt eine sofortige Abwicklung (T+0) für Euro- und Won-Stablecoins an.

In Japan koordinieren die drei größten Finanzgruppen des Landes – MUFG, SMBC und Mizuho – den gemeinsamen Start einer staatlich gestützten Stablecoin für das Fiskaljahr 2026. Die Pilotphase lief seit Ende 2025 in Zusammenarbeit mit der japanischen Finanzaufsicht. Parallel dazu brachten SBI Holdings und Startale Group Ende Juni 2026 den JPYSC auf den Markt, einen an den Yen gekoppelten Stablecoin auf dem Ethereum-Netzwerk.

Anzeige

Die Open-USD-Plattform mit über 140 Partnern verändert den Stablecoin-Markt grundlegend. Wer jetzt die richtigen Integrationsschritte einleitet, sichert sich Wettbewerbsvorteile bei grenzüberschreitenden Zahlungen. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern

Zahlungsriesen rüsten auf

Mastercard hat im Frühjahr 2026 für umgerechnet 1,6 Milliarden Euro das Stablecoin-Infrastruktur-Startup BVNK übernommen. Der Kauf soll die Dienstleistungen im Geschäftskundenbereich und das Liquiditätsmanagement stärken. Bereits im Juni folgte der Start von Agent Pay for Machines – ein Service, der KI-Agenten ermöglicht, Zahlungen per Stablecoin abzuwickeln. Mehr als 30 Partner, darunter Coinbase und RippleX, sind bereits an Bord.

In Südkorea integrieren Zahlungsdienstleister und Digitalbanken Stablecoin-Lösungen für den Massenmarkt. KG Inicis, das jährlich umgerechnet über 17 Milliarden Euro abwickelt, startete im Juni 2026 eine Partnerschaft zur Erprobung von Stablecoin-basierten Online-Zahlungen. Toss Bank mit seinen 15 Millionen Nutzern begann zeitgleich mit einem Pilotprojekt für Stablecoin-Überweisungen in 30 Länder.

Regulierung holt auf

Der regulatorische Rahmen entwickelt sich parallel zu den technischen Fortschritten. Anfang Juli 2026 erhielt Circle die Genehmigung des US-Währungsamtes zur Gründung der Circle National Trust. Diese bundesstaatlich lizenzierte Treuhandbank darf digitale Vermögenswerte verwahren – ein Meilenstein für die Integration von Krypto-Unternehmen in das formelle Bankensystem.

Anzeige

Während etablierte Stablecoin-Emittenten Marktanteile verlieren, eröffnet die Open-USD-Plattform neue Erlösmodelle. Unternehmen, die regulatorische Unsicherheit scheuen, riskieren den Anschluss. Stablecoin-Strategie-Report jetzt sichern

PayPal weitete im Juli 2026 seinen PYUSD-Stablecoin auf das Polygon-Netzwerk aus, um konforme grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen. Ripples RLUSD wurde Ende Juni 2026 auf der japanischen Plattform SBI VC Trade gelistet und als elektronisches Zahlungsmittel anerkannt.

Die Entwicklung zeigt: Stablecoins sind kein Nischenphänomen mehr. Führende Branchenvertreter, darunter Führungskräfte von Meta, betonen, dass die Abwicklung per Stablecoin zur internen Standardannahme für KI-gesteuerten Handel und automatisierte Transaktionen wird.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69757074 |