Stablecoin-Infrastruktur, Startups

Stablecoin-Infrastruktur: Vier Startups sammeln 315 Millionen ein

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 23:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Diameter Pay schließt eine 10-Millionen-Dollar-Runde ab und verarbeitet 2026 bereits mehr als 10 Milliarden Dollar an Zahlungsvolumen.

Diameter Pay erhält 10 Millionen Dollar für Zahlungsinfrastruktur
Ein minimalistischer, moderner Flur mit klaren architektonischen Linien und weichem Licht als Symbol für globale Finanzwege. Illustration mit AI erstellt.

Das Finanztechnologie-Unternehmen Diameter Pay hat eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 10 Millionen US-Dollar erfolgreich abgeschlossen. Wie aus Berichten vom 3. September 2026 hervorgeht, wurde die Runde gemeinsam von CMT Digital und Lightspeed Faction angeführt. Die Kapitalaufnahme markiert einen bedeutenden Meilenstein für das im Jahr 2023 gegründete Unternehmen, das sich zuvor ausschließlich aus eigenen Mitteln finanziert hatte.

Expansion der Zahlungsinfrastruktur für Finanzinstitute

Neben den federführenden Investoren beteiligten sich auch SixThirty Ventures und die Stellar Development Foundation an der Finanzierungsrunde. Diameter Pay stellt eine spezialisierte Zahlungsinfrastruktur bereit, die sich primär an Banken, Fintech-Unternehmen und Kryptobörsen richtet.

Ein zentraler Aspekt der Unternehmensstrategie ist der Aufbau sogenannter virtueller Währungskorridore, die effizientere grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen sollen.

Die operative Entwicklung des Unternehmens verlief in den vergangenen Monaten dynamisch. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 verarbeitete Diameter Pay bereits ein Zahlungsvolumen von mehr als 10 Milliarden US-Dollar.

Um den regulatorischen Anforderungen im internationalen Zahlungsverkehr gerecht zu werden, ist das Unternehmen zudem eine Partnerschaft mit Flagright eingegangen, die sich auf Compliance-Lösungen zur Bekämpfung von Geldwäsche konzentriert.

Wachsender Markt für Stablecoin-basierte Überweisungen

Die Finanzierung von Diameter Pay reiht sich in eine Serie substanzieller Kapitalzuflüsse innerhalb der Branche ein, die die wachsende Bedeutung von Stablecoin-Infrastrukturen unterstreichen.

So gab das Unternehmen Felix Pago am 1. September 2026 den Abschluss einer Finanzierungsrunde über insgesamt 200 Millionen US-Dollar bekannt. Diese setzt sich aus 87 Millionen US-Dollar Eigenkapital unter Führung von Andreessen Horowitz sowie einer Kreditfazilität in Höhe von 113 Millionen US-Dollar durch General Catalyst zusammen.

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Felix Pago konzentriert sich auf den lateinamerikanischen Markt und nutzt eine WhatsApp-Schnittstelle zur Abwicklung von Überweisungen auf Basis des Stablecoins USDC. Nach Unternehmensangaben wurden bereits über 8 Milliarden US-Dollar an Überweisungen für etwa 6 Millionen Nutzer in elf Märkten verarbeitet.

Die Bewertung von Felix Pago wird nach der jüngsten Finanzierung auf 1,4 Milliarden US-Dollar beziffert. Das Unternehmen plant, sein Angebot künftig um Kreditprodukte, Sparlösungen und KI-basierte Assistenten zu erweitern.

Blockchain-native Bankkonzepte gewinnen an Boden

Ein weiterer Akteur, der Anfang September 2026 Aufmerksamkeit auf sich zog, ist OpenReserve. Das von Diwakar Choubey und Richard Correia im Jahr 2025 gegründete Unternehmen sicherte sich in einer Seed-Runde 25 Millionen US-Dollar. Angeführt wurde die Runde von a16z crypto unter Beteiligung von Coinbase Ventures.

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OpenReserve verfolgt das Ziel, eine blockchain-native Bank mit kontinuierlichem Settlement aufzubauen und verfügt bereits über eine vorläufige Zulassung der US-Bankenaufsicht OCC for eine nationale Bank. Ein eigener Stablecoin unter dem Namen ReserveUSD ist in Planung.

Parallel dazu hat die Plattform Kast eine Kapitalerhöhung in Höhe von 80 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen bietet Stablecoin-basierte Geschäftskonten für Firmenkunden an, die unter anderem für grenzüberschreitende Zahlungen, Gehaltsabrechnungen und das Treasury-Management genutzt werden können. Das Angebot beinhaltet verzinstes Kapital mit bis zu 8 Prozent effektivem Jahreszins.

Die jüngsten Finanzierungsrunden verdeutlichen die zunehmende Konsolidierung und Professionalisierung im Bereich der digitalen Zahlungsabwicklung, wobei der Fokus verstärkt auf der Integration von Stablecoins in bestehende Finanzökosysteme liegt.

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de | wissenschaft | 70051985 |