Spot-Roboter: 98% Genauigkeit beim Ablesen analoger Messgeräte
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 07:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Möglich macht das eine Integration von Googles DeepMind Gemini Robotics-ER 1.6 Modell.
Vom Blindflug zur Präzisionsarbeit
Die Verbesserung ist dramatisch. Mit der Vorgängerversion 1.5 lag die Trefferquote beim Ablesen analoger Anzeigen bei mageren 23 Prozent. Selbst ohne die sogenannte „agentische Sicht“ – eine KI-gestützte visuelle Verarbeitung – erreicht die neue Version bereits 86 Prozent. Das Update befähigt Spot, traditionelle Zifferblätter und Messuhren zu interpretieren, die keine digitalen Schnittstellen besitzen.
Die Technologie nutzt agentische Bildverarbeitung, um visuelle Daten aus Industrieumgebungen zu analysieren. Für Unternehmen bedeutet das: Routine-Inspektionen, die bislang manuell erfolgen mussten, lassen sich nun automatisieren. Ein echter Gewinn in Zeiten des Fachkräftemangels.
Coca-Cola setzt auf Roboter-Hunde
Bereits am 10. Juli 2026 bestätigte Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) den Einsatz von Spot-Robotern in seinen britischen Werken in East Kilbride und Wakefield. Die Maschinen überwachen dort 600 Inspektionspunkte entlang von sieben Produktionslinien. Sie sammeln Daten zu Vibrationen, Ultraschall und Wärmebildern.
Ein Pilotprojekt in Barcelona lief erfolgreich, mittlerweile sind die Roboter an neun weiteren Standorten weltweit im Einsatz. Die Technologie scheint sich zu bewähren.
Milliarden fließen aktuell in Robotik und KI, da Unternehmen weltweit ihre Effizienz durch Automatisierung steigern müssen. Jetzt gratis herausfinden, wer die Gewinner der neuen Industrierevolution sind: Milliarden-Investitionen in Robotik und KI entdecken
Schweißen und Bauen mit KI
Doch Spot kann mehr als nur ablesen. Path Robotics setzt den Roboter seit dem 10. Juli für mobile Schweißarbeiten im Schiffbau ein. Eine KI steuert die Schweißbahn in Echtzeit und passt die Führung des Brenners an.
Einen Tag später gab McLaren Construction eine Partnerschaft bekannt: Autonome Vierbeiner sollen auf britischen Baustellen 360-Grad-Aufnahmen und Punktwolkendaten erfassen – für Sicherheits- und Qualitätskontrollen.
Milliarden-Investition in die Zukunft
Boston Dynamics selbst wächst rasant. Am 10. Juli präsentierte das Unternehmen Pläne für eine neue 30.000 Quadratmeter große Anlage in Waltham, Massachusetts. Die Investition: 100 Millionen Euro. Der Staat beteiligt sich mit 23 Millionen Euro an Anreizen. Bis 2033 sollen 1.250 neue Arbeitsplätze entstehen – Forschung, Fertigung und Training unter einem Dach.
Während Boston Dynamics und andere Pioniere die physische Arbeitswelt revolutionieren, fragen sich viele Anleger, welche Firmen die nächste industrielle Revolution anführen werden. Finanzexperten enthüllen im Gratis-Report, wo das große Geld gerade hinfließt. Kostenlosen Report über die Industrierevolution sichern
Parallel dazu bringt Boston Dynamics eine serienreife, vollelektrische Version des humanoiden Roboters Atlas auf den Markt. Mit 360-Grad-Sicht und einer hubkraft von 50 Kilogramm. Erste Einsätze sind bei Hyundai geplant.
Rekordwachstum in der Robotik
Die Branche boomt. Im ersten Quartal 2026 erreichten die Roboter-Bestellungen in Nordamerika 1,95 Milliarden Euro – ein Plus von 31 Prozent. Treiber sind die anhaltenden Arbeitskräftelücken: Rund 640.000 Stellen in der Fertigung bleiben unbesetzt.
Die Konkurrenz schläft nicht. Am 11. Juli gab AI² Robotics im chinesischen Shenzhen bekannt, umgerechnet 680 Millionen Euro für die Entwicklung humanoiden Plattformen eingesammelt zu haben. Taiwans Wirtschaftsministerium arbeitet mit Forschungsinstituten zusammen, um einen Markt zu erschließen, den Analysten bis 2035 auf 3,7 Milliarden Euro schätzen. Dort trainieren Supercomputer tausende virtuelle Roboterhunde für Feuerwehr- und Tunnelinspektionen. Die Massenproduktion taiwanesischer Systeme wird für 2028 erwartet.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
