Sport-Tech, Lausitz

Sport-Tech Lausitz: 65-Mrd.-Euro-Markt lockt Handwerksbetriebe

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 20:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Handwerkskammer Dresden startet ein Lausitz-Projekt, das Betrieben neue Sporttechnik-Felder eröffnet und Pilotlösungen fördern soll.

Handwerkskammer Dresden erschließt Sporttechnik-Markt für Lausitz
Werkstatteinrichtung mit hochwertigen Handwerkzeugen und Materialien vor einer grünen Landschaft in der Lausitz. Illustration mit AI erstellt.

Die Handwerkskammer Dresden hat das Projekt „Sport- und Outdoortechnologie Lausitz“ ins Leben gerufen. Mit der Initiative sollen gezielt neue Geschäftsfelder für Handwerksbetriebe in den Landkreisen Bautzen und Görlitz erschlossen werden, wie die Kammer in einem Bericht vom 19. September 2026 mitteilte.

Ziel des Vorhabens ist es, handwerkliche Fertigkeiten mit modernen Technologien aus der Sport- und Freizeitbranche zu verknüpfen, um die wirtschaftliche Basis regionaler Betriebe im Zuge des regionalen Strukturwandels nachhaltig zu stärken.

Großes Marktvolumen und zweistellige Wachstumsraten

Die Handwerkskammer Dresden verweist auf das erhebliche wirtschaftliche Potenzial der Branche. Laut Angaben der Kammer beläuft sich das Marktvolumen für Sport- und Outdoortechnologie in Deutschland auf rund 65 Mrd. Euro. Weltweit verzeichne der Markt zudem ein deutliches Wachstum von bis zu 20 Prozent jährlich.

Für Handwerksunternehmen eröffnen diese dynamischen Entwicklungen neue Perspektiven abseits klassischer Auftragsfelder. Vor allem die Kombination aus traditioneller handwerklicher Präzision, spezialisierten Werkstoffen und digital gestützter Fertigung bietet Chancen, um von den steigenden Ausgaben für sportliche Ausrüstung, Schutzbekleidung und spezialisierte Infrastruktur zu profitieren.

Durch das Projekt sollen Betriebe dabei unterstützt werden, entsprechende Nischen zu identifizieren, Fertigungskompetenzen anzupassen und marktfähige Lösungen für den wachsenden Freizeit- und Leistungssektor zu entwickeln.

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Konkrete Pilotprojekte von Schutzausrüstung bis Streckenbau

Um den Übergang von der Idee zur handwerklichen Praxis zu demonstrieren, führt die Handwerkskammer Dresden bereits konkrete Pilotprojekte an. Diese decken unterschiedliche Handwerksgewerke ab und zeigen auf, wie moderne Verfahren im Betrieb integriert werden können.

Zu den Vorhaben gehören unter anderem Reitsättel, die mithilfe von 3D-Scans individuell und passgenau gefertigt werden. Diese Verbindung von digitaler Erfassung und klassischem Sattlerhandwerk zielt darauf ab, Komfort und Funktionalität für Reiter und Pferd gleichermaßen zu verbessern.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bau von Mountainbike-Strecken, bei dem spezialisierte Fachkenntnisse im Wegebau, der Landschaftsgestaltung und Sicherheitskonzeption zusammenfließen.

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Zudem führt die Kammer Entwicklungen im Bereich des Eishockey-Verletzungsschutzes als Praxisbeispiel an. Hierbei geht es um passgenaue, hochfunktionale Schutzelemente, die den hohen Belastungen des Kontaktsports standhalten und gleichzeitig Bewegungsfreiheit gewährleisten.

Mit diesen Pilotansätzen will die Kammer Handwerksunternehmen in Bautzen und Görlitz zeigen, dass der Sport- und Outdoormarkt vielfältige Schnittmengen mit dem Handwerk bietet – von der Textil- und Lederverarbeitung über die Kunststoff- und Metalltechnik bis hin zum spezialisierten Bau- und Montagegewerbe.

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