Spondyloarthritis: Triglyzeride korrelieren mit vier frühen Gefäßschäden
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 02:01 Uhr | Redaktion boerse-global.deIn der rheumatologischen Versorgung rückt das kardiovaskuläre Risiko chronisch entzündlicher Erkrankungen zunehmend in den Fokus. Eine im Fachjournal BMC Rheumatology erschienene Querschnittsstudie einer Forschungsgruppe um Markov vom 19. September 2026 liefert neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen spezifischen Blutfett-Indizes und frühen Gefäßschäden bei Betroffenen mit Spondyloarthritis. Untersucht wurden dabei 150 Patientinnen und Patienten, darunter 109 mit axialer Spondyloarthritis und 41 mit Psoriasisarthritis.
Aussagekraft alternativer Lipidparameter
Die Untersuchung zeigt, dass herkömmliche Cholesterinwerte wie LDL-C und HDL-C bei dieser Patientengruppe nur begrenzte Assoziationen mit Gefäßveränderungen aufwiesen. Dagegen erwiesen sich andere Lipidmarker als deutlich engmaschiger mit frühen Anzeichen von Gefäßschäden verknüpft.
Insbesondere die Triglyzeride wiesen signifikante Korrelationen mit mehreren Parametern der Gefäßgesundheit auf:
- Intima-Media-Dicke der Halsschlagader (CIMT): ?=0,241 (p=0,003)
- Lokale Karotis-Pulswellenlaufgeschwindigkeit (PWV): ?=0,325 (p<0,001)
- Druck-Dehnungs-Elastizitätsmodul: ?=0,318 (p<0,001)
- ?-Steifheit: ?=0,314 (p<0,001)
Auch für Non-HDL-Cholesterin (Non-HDL-C) stellten die Wissenschaftler eine Korrelation mit der CIMT fest (?=0,248, p=0,002).
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Resultate nach multivariater Bereinigung
Um Verzerrungen durch weitere Einflussfaktoren auszuschließen, wendeten Markov et al. multivariate statistische Modelle an. Nach dieser Adjustierung blieben spezifische Marker weiterhin signifikant mit den Gefäßparametern verbunden.
So war der atherogene Index des Plasmas (AIP) unabhängig mit der lokalen Karotis-PWV assoziiert (Regressionskoeffizient B=0,534, 95%-Konfidenzintervall 0,005–1,063; p=0,048).
Ebenso bestätigte sich die Verbindung zwischen Non-HDL-C und der Karotis-Intima-Media-Dicke mit statistischer Signifikanz (B=0,027, 95%-Konfidenzintervall 0,002–0,053; p=0,033).
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Methodische Grenzen der Querschnittsdaten
Die Studienautoren verweisen auf die methodischen Rahmenbedingungen der Untersuchung: Aufgrund des Querschnittsdesigns lassen die Ergebnisse ausschließlich Aussagen über bestehende statistische Assoziationen zu.
Ein kausaler Zusammenhang zwischen den veränderten Blutfett-Indizes und der Entstehung vaskulärer Veränderungen lässt sich aus diesen Daten allein daher nicht ableiten. Dennoch verdeutlichen die Ergebnisse das Potenzial, über standardmäßige Cholesterinmessungen hinausgehende Blutfettparameter bei der Risikobewertung von Spondyloarthritis-Patienten zu berücksichtigen.
