Spermidin, Immunantwort

Spermidin: 6 mg täglich stärken Immunantwort älterer Menschen

28.06.2026 - 23:54:42 | boerse-global.de

Eine Pilotstudie der University of Oxford zeigt, dass tägliches Spermidin die Immunantwort älterer Menschen nach Covid-Impfungen verbessern kann.

Oxford-Studie: Spermidin stärkt Impfschutz bei Senioren
Spermidin - Nahaufnahme einer Wissenschaftlerin im Labor, die eine Petrischale mit Zellen untersucht, umgeben von Forschungsausrüstung. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das legt eine aktuelle Pilotstudie der University of Oxford nahe.

Autophagie als Schlüsselprozess

Die im Jahr 2026 in der Fachzeitschrift „Aging Cell“ veröffentlichte Studie untersuchte 40 Erwachsene über 65 Jahren. Die Probanden nahmen täglich 6 mg Spermidin zu sich – ein Wirkstoff, der den zellulären Reinigungsprozess namens Autophagie aktivieren kann.

Die Ergebnisse sind vielversprechend: Nach der dritten Covid-19-Impfung zeigten die Teilnehmer eine verbesserte Immunantwort. Konkret stieg die Konzentration neutralisierender Antikörper gegen verschiedene SARS-CoV-2-Varianten. Auch die Zahl der Gedächtnis-B-Zellen nahm zu.

Besonders profitierte eine Gruppe: Personen mit zuvor schwacher Antikörperreaktion erzielten die stärksten Effekte. Die Forscher betonen jedoch: Für abschließende Bewertungen sind größere Folgestudien nötig.

Spermidin kommt übrigens auch natürlich in Lebensmitteln vor – etwa in Weizenkeimen, Parmesan, Pilzen, Hülsenfrüchten und Kreuzblütlern.

Infektionsgeschehen: Magen-Darm dominiert

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Parallel zur Forschung zeigen aktuelle Gesundheitsdaten ein verändertes Krankheitsbild. In Kalenderwoche 25 gingen klassische Grippesymptome um 42,1 Prozent auf 2.357 Fälle zurück.

Dafür dominierten andere Beschwerden: Magen-Darm-Erkrankungen führten mit 7.953 Meldungen die Statistik an. Die AOK führt den Anstieg auf Noro- und Rotaviren zurück. Insgesamt entfielen 7,5 Prozent der Anrufe bei der ärztlichen Bereitschaftsnummer 116117 auf solche Beschwerden.

Überraschend: Hautirritationen legten um 51,1 Prozent auf 2.521 Fälle zu. Experten der Krankenkasse nennen die sogenannte Kälteurtikaria als mögliche Ursache – ausgelöst durch ausgeprägte Temperaturwechsel.

Neue Therapieoptionen am Markt

Seit April 2026 gibt es eine wichtige Neuerung für Betroffene entzündlicher Kopfhauterkrankungen: Eine Kombination aus Prednisolon (0,2 Prozent) und Salicylsäure (0,4 Prozent) ist jetzt rezeptfrei erhältlich. Das Präparat, bereits seit 2005 zugelassen, behandelt milde entzündliche Ekzeme mit Rötung, Schuppung und Juckreiz. Die Anwendung ist auf Erwachsene und maximal drei Wochen begrenzt.

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Auch in der Mundhygiene gibt es Fortschritte. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) und des Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) entwickelten den Wirkstoff Guanidinoethylbenzylamino Imidazopyridine Acetat. Er blockiert gezielt Parodontitis-Erreger wie Porphyromonas gingivalis – ohne die gesunde Mundflora zu beeinträchtigen.

Das Spin-off PerioTrap brachte ein entsprechendes Produkt auf den Markt, das zusätzlich Fluorid und Putzstoffe enthält. Ziel: eine mikrobiom-basierte Zahnpflege, die das natürliche Gleichgewicht im Mund erhält.

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