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Speicher-Integrität, Leistungsverlust

Speicher-Integrität ab Oktober: Bis zu 11% Leistungsverlust bei Windows 11

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 11:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft will die Speicher-Integrität ab Oktober 2026 auf mehr geeigneten Windows-11-PCs einschalten; Tests zeigten bis zu 11 Prozent weniger Leistung.

Microsoft aktiviert Windows-11-Schutz breiter – Leistung kann sinken
Nahaufnahme eines Computer-Mainboards mit Arbeitsspeicher in einem PC-Gehäuse. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft plant, die Funktion der Speicher-Integrität unter Windows 11 ab Oktober 2026 auf einer breiteren Basis von Endgeräten automatisch zu aktivieren. Während die Maßnahme die Sicherheit der Betriebssystemumgebung erhöhen soll, deuten aktuelle Analysen darauf hin, dass die Funktion spürbare Auswirkungen auf die Systemgeschwindigkeit haben kann.

Wie aus Berichten von Anfang September 2026 hervorgeht, konnten in Tests durch die Deaktivierung der Funktion bis zu 11 Prozent an Leistung zurückgewonnen werden.

Rollout-Pläne und technische Umsetzung

Die Ausweitung der standardmäßigen Aktivierung ist für Oktober 2026 vorgesehen und soll im Rahmen des Windows 11 26H2-Updates sowie über reguläre Qualitäts-Updates erfolgen. Betroffen sind berechtigte Windows-11-PCs, welche die notwendigen Hardware-Voraussetzungen erfüllen. Die Speicher-Integrität, technisch auch als Hypervisor-Protected Code Integrity (HVCI) bekannt, basiert auf der virtualisierungsbasierten Sicherheit (VBS).

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Ziel dieser Funktion ist es, das Einschleusen von bösartigem Code in Prozesse mit hoher Priorität zu verhindern. Microsoft beabsichtigt mit der automatischen Aktivierung, das Sicherheitsniveau für eine größere Anzahl von Nutzern zu vereinheitlichen. Die Funktion setzt dabei auf Hardware-Virtualisierung, UEFI Secure Boot sowie NX/DEP-Unterstützung und erfordert zudem vollständig kompatible Treiber.

Performance-Einbußen bei älteren Prozessoren

Die Sicherheitsvorteile gehen nach Einschätzung von Branchenbeobachtern mit einem potenziellen Nachteil bei der Rechenleistung einher. Besonders bei älteren Prozessorgenerationen könne die Aktivierung der Speicher-Integrität die Gaming-Leistung und die stabilen Bildwiederholraten (Frame-Raten) beeinträchtigen. In entsprechenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass Nutzer durch das Abschalten der Funktion signifikante Leistungsreserven freisetzen können.

Die Leistungseinbußen betreffen vor allem Systeme, deren CPUs zwar die Mindestanforderungen für Windows 11 erfüllen, aber nicht über die neuesten Hardware-Beschleunigungsfunktionen für Virtualisierung verfügen. Insbesondere FPS-Einbußen in grafikintensiven Anwendungen und Spielen werden als mögliche Folge der HVCI-Aktivierung genannt.

Hardware-Anforderungen und Ausnahmeregelungen

Für die automatische Aktivierung ab Oktober 2026 hat Microsoft spezifische Hardware-Mindeststandards definiert. Berechtigt für die Umstellung sind Systeme mit Prozessoren ab der achten Generation von Intel, AMD-Modelle ab der Zen-2-Architektur oder Qualcomm-Snapdragon-Chips ab der Version 8180. Zudem müssen die Geräte über mindestens 8 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine SSD mit einer Kapazität von wenigstens 64 GB verfügen.

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Trotz der geplanten Automatisierung wird Microsoft bestehende Nutzerkonfigurationen berücksichtigen. Wie aus Berichten vom 2. September 2026 hervorgeht, werden Anwender, die die Speicher-Integrität bereits manuell deaktiviert haben, nicht zwangsweise auf die neue Standardeinstellung umgestellt. Die Konfiguration dieser Nutzer bleibe bestehen, sodass keine erneute Aktivierung gegen den Willen des Nutzers erfolge.

Anwender können den aktuellen Status der Funktion in den Windows-Sicherheitseinstellungen unter dem Punkt „Kernisolierung“ überprüfen. Dort lässt sich einsehen, ob die Speicher-Integrität aktiv ist oder ob das System zugunsten der maximalen Performance ohne diese zusätzliche Schutzschicht betrieben wird.

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