Sparmarkt-Kampf: MetaMask und Robinhood locken mit bis zu 9%
02.07.2026 - 12:31:13 | boerse-global.de
Krypto-Plattformen locken mit Renditen von bis zu neun Prozent, während traditionelle Banken mit Sonderaktionen gegenzusteuern versuchen.
Blockchain-Anbieter drängen in den Sparmarkt
MetaMask startete Ende Juni sein „Money Account“ auf der Monad-Blockchain. Das Angebot: bis zu vier Prozent variable Jahresrendite auf Einlagen. Die Funktionsweise ist simpel: Nutzer zahlen Stablecoins ein, die in mUSD umgewandelt werden – hinterlegt mit US-Dollar und Staatsanleihen. Partner sind unter anderem Bridge und Stripe.
Das Konto kommt ohne Sperrfristen aus. Zusätzlich gibt es eine MetaMask Card in Zusammenarbeit mit Mastercard, die bis zu drei Prozent Cashback verspricht. Die Rendite entsteht zunächst über Morpho-Vaults, später soll die DeFi-Plattform Aave integriert werden.
Nur einen Tag später zog Robinhood nach. Der Handelsdienst launchte „Robinhood Earn“ – ein Sparprodukt für den USDG-Stablecoin mit rund sieben Prozent Jahreszins. USDG wird von Paxos emittiert, ist eins zu eins durch den Dollar gedeckt und kommt auf eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro. Die Infrastruktur läuft über Spark und Morpho-Vaults auf der Robinhood Chain. Das Unternehmen warnt allerdings: Die Rendite birgt Risiken aus dem DeFi-Bereich.
Südkoreanische Institute setzen auf Prämien
Auch in Südkorea herrscht Hochbetrieb. Die iM Bank brachte am 2. Juli ihr „Chakchak“-Konto auf den Markt. Neukunden, die monatlich mindestens eine Million Won (etwa 700 Euro) überweisen, erhalten einen Bonus von zwei Prozentpunkten auf Guthaben bis zu drei Millionen Won. Dazu gibt es Gutscheine für Kaffee, Lieferdienste und Kosmetik.
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Die Daishin Savings Bank feiert ihr 15-jähriges Bestehen mit dem „The Parking“-Konto. Maximal sechs Prozent Zinsen auf Einlagen bis zu zwei Millionen Won – bestehend aus zwei Prozent Basisrendite und Zuschlägen für Neukunden.
KakaoBank lockt bis Ende Dezember mit einem Sonderzins von bis zu 6,6 Prozent für Gehaltskonten. Voraussetzung: Kunden müssen ihr Einkommen auf das Konto überweisen lassen.
Vietnam und Indonesien: Zwischen Boom und Vorsicht
In Vietnam zeigt sich ein gemischtes Bild. Während immer weniger Banken über sieben Prozent bieten, bleiben die Spitzenwerte hoch. Die Saigonbank führt mit 7,9 Prozent für 13-monatige Einlagen. ACB und OCB liegen zwischen 7,1 und 7,3 Prozent.
Noch aggressiver: Cake by VPBank wirbt mit bis zu 8,9 Prozent für Neukunden bei Laufzeiten von zehn bis 24 Monaten. SeABank und VPBank kommen mit Boni auf effektive Renditen von bis zu neun Prozent.
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Ganz anders die Lage in Indonesien. Trotz einer Leitzinserhöhung der Zentralbank um einen Prozentpunkt halten die Digitalbanken die Zinsen stabil oder senken sie sogar. Die Spanne liegt zwischen vier und neun Prozent. Bank Neo Commerce und Krom Bank haben ihre Obergrenzen zuletzt auf 7,25 beziehungsweise acht Prozent gesenkt.
Türkei und Indien: Regulierung setzt Grenzen
Die türkische Zentralbank verschärfte zum 1. Juli die Regeln für Fremdwährungseinlagen. Der Mindestreservesatz für kurzfristige Dollarkonten stieg auf 32 Prozent – ein Schritt, der die Liquidität am Markt verknappen dürfte. Parallel locken türkische Geschäftsbanken mit Prämien von bis zu 32.000 Lira für Neukunden.
In Indien bleibt der Zins für Postsparkonten stabil bei vier Prozent. Das Finanzministerium bestätigte den Satz für das dritte Quartal. Damit liegen die staatlichen Konten weiterhin über den 2,5 Prozent, die viele Privatbanken zahlen. Die nächste Überprüfung steht Ende September an.
