SparkKitty-Malware: Neue Bedrohung stiehlt Krypto-Seed-Phrasen
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 09:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsberichte des IT-Unternehmens Kaspersky bestätigen die Entdeckung einer neuen Schadsoftware namens SparkKitty, die gezielt die Fotogalerien auf Smartphones überwacht. Die Malware ist darauf programmiert, sensible Bilddateien zu identifizieren und an externe Server zu übertragen.
Die technischen Analysen zeigen, dass SparkKitty eine optische Zeichenerkennung (OCR) einsetzt, um sensiblen Text aus den auf dem Gerät gespeicherten Bildern zu extrahieren. Diese Informationen werden anschließend an Command-and-Control-Server (C2) der Angreifer übermittelt.
Fokus auf Krypto-Vermögenswerte
Das primäre Ziel der Exfiltration ist laut den Sicherheitsforschern der Diebstahl von digitalen Vermögenswerten. SparkKitty sucht demnach gezielt nach sogenannten Seed-Phrasen für Krypto-Wallets. Dabei handelt es sich um geheime Wortkombinationen, die zur Wiederherstellung von Wallets dienen und Dritten den vollständigen Zugriff auf die darin gelagerten Kryptowährungen ermöglichen. Viele Nutzer speichern diese Phrasen als Screenshot oder Foto ab, was sie anfällig für diese Form des Angriffs macht.
Obwohl die Forscher davon ausgehen, dass der Diebstahl von Kryptowährungen weiterhin das Hauptmotiv der Hintermänner bleibt, bestehe technisch auch die Möglichkeit, die erbeuteten Daten für Erpressungsversuche zu missbrauchen.
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Verbreitung über offizielle App-Stores
Die Schadsoftware gelangte über etablierte Plattformen auf die Endgeräte der Nutzer. Im iOS App Store von Apple wurde die Anwendung unter dem Namen „?coin“ identifiziert. Nutzer von Android-Geräten konnten die Malware über den Google Play Store in Form der App „SOEX“ beziehen. Den vorliegenden Daten zufolge wurde die betroffene Android-Anwendung bereits über 10.000 Mal installiert.
Die Kampagne richtet sich derzeit hauptsächlich gegen eine Zielgruppe in China und Südostasien. Erste Dokumentationen zu SparkKitty stammen aus dem Juni des laufenden Jahres, als die Malware erstmals durch Sicherheitsanalysten erfasst wurde.
Identifizierung und Schutzmaßnahmen
Zur Abwehr und Identifizierung der Bedrohung wurden entsprechende Indikatoren (Indicators of Compromise, IOCs) bereitgestellt. Diese umfassen spezifische MD5-Hashes sowie URLs, die mit der Infrastruktur der Angreifer in Verbindung stehen.
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Experten raten Nutzern grundsätzlich dazu, sensible Informationen wie Passwörter oder Wiederherstellungsschlüssel für Krypto-Wallets nicht als Bilddateien auf mobilen Geräten zu speichern, da automatisierte Analysetools wie jene von SparkKitty diese Datenbestände gezielt nach verwertbaren Informationen durchsuchen können. Auch der Download von Finanz-Apps sollte trotz der Präsenz in offiziellen Stores kritisch geprüft werden.
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