Sparkassen, Kryptohandel

Sparkassen starten Kryptohandel mit Bitcoin und Ethereum

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 12:25 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Sparkassenkunden können künftig über die App mit mehreren Kryptowährungen handeln. Der Verband betont den eigenständigen Handel und warnt ausdrücklich vor starken Kursschwankungen bis hin zum Totalverlust.

Gebühren und Ausbauplan der Sparkassen

  • Die ersten teilnehmenden Sparkassen ermöglichen den Handel über die bestehende Sparkassen-App.
  • Pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Sparkassen hinzukommen.
  • Die Dekabank verlangt 0,99 Euro je Order und verwahrt die Kryptowerte mit der Börse Stuttgart.
  • Die Kurse von Kryptowerten wie Bitcoin und Ethereum schwanken stark, Kritiker warnen vor Spekulationsblasen. Doch das Interesse ist groß. (Symbolbild) - Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
  • Die Sparkassen wollen den Kryptohandel nicht der Konkurrenz überlassen. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa
Die Kurse von Kryptowerten wie Bitcoin und Ethereum schwanken stark, Kritiker warnen vor Spekulationsblasen. Doch das Interesse ist groß. (Symbolbild) - Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa Die Sparkassen wollen den Kryptohandel nicht der Konkurrenz überlassen. (Archivbild) - Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Sparkassen öffnen App für Kryptowährungen

Die Sparkassen steigen in das Geschäft mit Bitcoin, Ethereum und weiteren Kryptowährungen ein. Erste teilnehmende Institute schalten den Handel am Montag über die bestehende Sparkassen-App frei, weitere Häuser sollen schrittweise folgen.

Rollout beginnt bei ersten Instituten

Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands sollen pro Monat 30 bis 40 weitere Sparkassen dazukommen. Einen einheitlichen bundesweiten Starttermin gibt es nicht; jede Sparkasse entscheidet selbst über den Beginn.

Im ersten Halbjahr 2027 soll bereits ein großer Teil der interessierten Institute angebunden sein. Bereitgestellt wird das Angebot vom Sparkassen-Wertpapieranbieter Dekabank.

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Fünf Kryptowerte zum Auftakt

Zum Start sind Bitcoin, Ethereum, Ripple, Solana und Polygon vorgesehen. Kunden sollen die Kryptowährungen eigenständig kaufen, verkaufen und verwahren können.

Eine Beratung oder aktive Bewerbung durch die Sparkassen in der Breite ist nach Angaben des Verbands nicht vorgesehen. Das Angebot richtet sich damit vor allem an Kunden, die sich bereits bewusst für den Kryptohandel entschieden haben.

Gebühr orientiert sich an Smartphone-Banken

Die Gebühr beträgt 0,99 Euro je Order. Eine Depotverbindung ist nicht zwingend notwendig.

Die Verwahrung der Kryptowerte übernimmt die Dekabank in Kooperation mit der Börse Stuttgart. Damit soll der Zugang in einem regulierten europäischen Umfeld erfolgen.

Verband warnt vor Totalverlust

Der DSGV bezeichnet Kryptowährungen weiterhin als hochspekulative Anlagen. Kunden werden ausdrücklich auf starke Kursschwankungen und das Risiko eines Totalverlusts hingewiesen.

Für die breite langfristige Vermögensbildung sollen nach Angaben des Verbands weiterhin Wertpapieranlagen, Sparpläne und Beratung im Vordergrund stehen.

Der Einstieg der Sparkassen markiert vor allem eine Ausweitung des Zugangs zu Kryptowährungen im deutschen Privatkundengeschäft. Bitcoin und andere Kryptowerte sind damit neben klassischen Wertpapieren, Sparprodukten und Girokonten in einer weiteren großen Bankengruppe über eine etablierte Finanz-App handelbar.

Das Modell unterscheidet sich zugleich vom klassischen Beratungsangebot der Sparkassen. Der Verband betont, dass Kunden den Handel eigenständig durchführen sollen und keine breite aktive Bewerbung vorgesehen ist. Die Institute reagieren damit auf die Nachfrage einer Kundengruppe, die Kryptoanlagen bereits über Neobroker oder Smartphone-Banken kauft.

Regulierung schafft Zugang, nicht Sicherheit

Der europäische Rechtsrahmen für Kryptowerte legt Anforderungen an Anbieter und Dienstleistungen fest, beseitigt aber nicht die wirtschaftlichen Risiken der Anlagen. Die Verwahrung durch einen regulierten Finanzdienstleister kann Abläufe und Zuständigkeiten klarer machen; sie schützt Anleger jedoch nicht vor starken Kursverlusten.

Für Kunden wird deshalb entscheidend sein, welche Sparkasse das Angebot freischaltet, welche Kosten neben der Ordergebühr anfallen und wie Verwahrung, Übertragbarkeit und steuerliche Dokumentation umgesetzt werden. Der schrittweise Rollout dürfte den Wettbewerb im Kryptohandel verstärken. Zugleich hält die Sparkassen-Gruppe an einer klaren Abgrenzung fest: Für die langfristige Vermögensbildung sollen weiterhin breit gestreute Wertpapieranlagen, Sparpläne und persönliche Beratung im Mittelpunkt stehen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Sparkassen tasten sich in Krypto-Geschäft vor“ (19.10.2026)

Der Artikel bestätigt den schrittweisen Einstieg der Sparkassen und nennt die zunächst vorgesehenen Kryptowährungen. Im Schwerpunkt steht der vorsichtige Umgang der Institute mit dem spekulativen Geschäft.

Weitere belastbare, thematisch passende Einzelartikel innerhalb des maßgeblichen Zeitraums wurden nicht aufgenommen.

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