Sparkassen-Betrug: Gefälschte S-pushTAN-Mails seit 8. August im Umlauf
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Sparkassen-Finanzgruppe sieht sich mit einer neuen, koordinierten Phishing-Welle konfrontiert. Seit dem 8. August 2026 häufen sich Berichte über betrügerische Nachrichten, die im Namen der Sparkasse versendet werden. Die Täter nutzen dabei den Vorwand einer angeblich erforderlichen Verifizierung, um die Empfänger zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen oder mit einer Sperrung des Kontozugangs zu drohen.
Vorgetäuschte Sicherheitsupdates und gefälschte Webseiten
Bereits am 7. August 2026 warnte die Sparkassen-Finanzgruppe vor einer spezifischen Betrugsmasche, bei der Phishing-E-Mails ein vermeintlich notwendiges Sicherheitsupdate für das „S-pushTAN-Online-Verfahren“ ankündigen. Die Nachrichten suggerieren eine dringende Handlungsnotwendigkeit seitens der Kunden. Ein in der E-Mail enthaltener Link leitet die Nutzer auf eine manipulierte Internetseite weiter. Dort werden die Anmeldedaten für das Online-Banking abgefragt.
Nach Analysen des Portals Mimikama und weiterer Beobachtungen vom 7. August 2026 zielen die Angreifer zudem auf eine gefälschte ChipTAN-Seite ab. Auf dieser werden neben den Zugangsdaten auch die Bankleitzahl sowie internationale Bankkennungen wie BIC und SWIFT erfasst. Die betrügerischen E-Mails stammen unter anderem von der Absender-Domain ashoj.com, während die Verlinkungen auf riskante Adressen wie spk.update-account-now.com führen. Den Empfängern wird darin oft explizit mit der Sperrung ihres Online-Bankings gedroht, falls sie der Aufforderung zur Datenbestätigung nicht unmittelbar nachkommen.
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Kombinierte Angriffe durch Spoofing und Telefonanrufe
Eine besondere Gefahr geht von der Kombination aus digitalen und telefonischen Angriffswegen aus. Wie am 7. August 2026 bekannt wurde, folgen auf den Klick des Phishing-Links in vielen Fällen unmittelbare Telefonanrufe. Die Betrüger nutzen dabei das sogenannte Call-ID-Spoofing, wodurch auf dem Display der Opfer eine echte Telefonnummer der Sparkasse erscheint.
Während dieser Gespräche versuchen die Angreifer, die Kunden zur Freigabe von Transaktionsnummern (TAN) zu bewegen. Ziel ist es, die zuvor auf der gefälschten Webseite abgegriffenen Zugangsdaten direkt für unautorisierte Transaktionen oder die Einrichtung neuer Sicherheitsverfahren zu nutzen. Die Sparkassen-Finanzgruppe betont in diesem Zusammenhang, dass Mitarbeiter niemals telefonisch nach TAN-Freigaben fragen würden.
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Handlungsempfehlungen des Notfallteams und des BSI
Angesichts der aktuellen Bedrohungslage hat das Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe am 7. August 2026 klare Handlungshilfen veröffentlicht. Kunden wird dringend geraten, solche E-Mails vollständig zu ignorieren und keinesfalls auf enthaltene Links zu klicken. Sollten bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben worden sein, müsse umgehend gehandelt werden, um den Zugang zu sichern.
Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab am 7. August 2026 entsprechende Empfehlungen heraus. Nutzer sollten für Bankgeschäfte grundsätzlich nur die offiziellen Apps oder die direkt im Browser eingegebenen Webadressen der jeweiligen Institute verwenden. Im Falle eines konkreten Betrugsverdachts oder bei Verlust von Zugangsdaten wird auf den zentralen Sperr-Notruf 116 116 verwiesen, über den Konten und Karten umgehend gesperrt werden können. Experten raten zudem dazu, die Aufforderungen zur Datenbestätigung schlichtweg zu löschen.
