Sparkassen-App S-ID-Check: Abschaltung zum 31. Dezember 2026
10.06.2026 - 09:34:54 | boerse-global.de
Betroffen sind alle Kunden, die die App zur Bestätigung von Online-Kreditkartenzahlungen nutzen. Als Ersatz dient künftig die S-pushTAN-App, die alle digitalen Authentifizierungsdienste bündeln soll.
Abschaltung zum 31. Dezember 2026
Der Umstellungsprozess läuft bereits seit Monaten. Seit Mitte Januar 2026 können Sparkassen-Kunden keine neuen Kreditkarten mehr in der alten S-ID-Check-App registrieren. Wer weiterhin sicher online einkaufen möchte, muss zwingend auf die S-pushTAN-App umsteigen. Die Sparkassen haben in die aktuelle Version der Ersatz-App einen Migrationsassistenten integriert. Die Umstellung erfolgt direkt über das bestehende Online-Banking-Portal.
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Zinsabstand zu Wettbewerbern wächst
Die technische Konsolidierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Sparkassen unter Druck geraten. Eine aktuelle Studie des Finanzportals Biallo zeigt: Die Kluft zwischen traditionellen Instituten und digitalen Wettbewerbern wird immer größer.
Laut der Analyse, deren Datenstand der 8. Juni 2026 ist, bieten Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Durchschnitt nur 0,4 Prozent Zinsen auf Tagesgeldkonten. Zum Vergleich: Überregionale Banken zahlen im Schnitt 1,0 Prozent. Besonders brisant: 81 Prozent der 594 untersuchten Sparkassen und Volksbanken zahlen maximal 0,5 Prozent. Einige Regionalfilialen geben sogar nur 0,001 Prozent – praktisch Nullzinsen.
Die Inflation lag im Mai 2026 bei 2,6 Prozent. Das bedeutet: Sparkassen-Kunden verlieren real Geld.
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Digitale Konkurrenz lockt mit hohen Zinsen
Während die traditionellen Institute mauern, bieten Neobanken und internationale Finanzdienstleister deutlich mehr. Anfang Juni 2026 lagen die Zinsen bei einigen Fintechs zwischen 3,0 und 3,83 Prozent. Spezielle Neukundenangebote kommerzieller Banken erreichten sogar die 4-Prozent-Marke.
Ein Blick nach Großbritannien zeigt, wie andere Institute ihre Kunden binden: Die britische Bank Nationwide schüttete am 10. Juni 2026 eine Prämie von umgerechnet rund 115 Euro an etwa 4,4 Millionen berechtigte Mitglieder aus. Voraussetzung: ein qualifiziertes Konto mit Mindestguthaben zum Stichtag März 2026. Insgesamt hat das Institut seit dem Vorjahr rund 1,7 Milliarden Euro über ähnliche Mitgliederprogramme verteilt.
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