Elon Musk, Superintelligenz

SpaceXAI wird SpaceXSI: Musk übernimmt Trumps Superintelligenz-Begriff

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 08:56 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Elon Musk will seine KI-Firma SpaceXAI nach einem Aufruf von US-Präsident Donald Trump in SpaceXSI umbenennen. Trump versucht seit Wochen, den Begriff „Superintelligenz“ an die Stelle von „Künstliche Intelligenz“ zu setzen.

Elon Musk will seine KI-Firma gemäß den Wünschen von US-Präsident Donald Trump umbenennen. (Archivbild) - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa
Elon Musk will seine KI-Firma gemäß den Wünschen von US-Präsident Donald Trump umbenennen. (Archivbild) - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa

Elon Musk will seine KI-Firma SpaceXAI nach einem Aufruf von US-Präsident Donald Trump in SpaceXSI umbenennen.

Musk folgt Trumps Sprachregelung

Trump versucht seit Wochen, den Begriff „Superintelligenz“ an die Stelle der gewohnten Bezeichnung „Künstliche Intelligenz“ zu setzen. Der Präsident argumentiert, der Ausdruck Künstliche Intelligenz lasse die Technologie „fake“ erscheinen.

Firma in SpaceX aufgegangen

SpaceXAI heißt das Unternehmen, seit Musk seine KI-Firma in seinen Raumfahrtkonzern eingegliedert hat. Auf der Online-Plattform X fragte ein Nutzer, ob die Firma nun SpaceXSI heißen werde. Musk antwortete: „Ja, wir werden diese Änderung vornehmen.“

Trump und Musk wieder angenähert

Musk gehörte zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit zu den engsten Verbündeten des US-Präsidenten. Beide zerstritten sich später unter anderem wegen eines Steuergesetzes, haben sich inzwischen aber weitgehend wieder versöhnt.

Vom Schlagwort zur politischen Leitidee

Die angekündigte Umbenennung fällt in eine Phase, in der Donald Trump den Ausdruck „Superintelligenz“ politisch auflädt. Mit der neuen „Super Intelligence Force“ hat seine Regierung Anfang Oktober zudem eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Chancen und Risiken von KI bewerten und binnen 120 Tagen Empfehlungen vorlegen soll.

Der Begriff ist nicht bloß eine sprachliche Variante. „Künstliche Intelligenz“ bezeichnet heute ein breites Spektrum von Anwendungen – von Suchsystemen bis zu generativen Modellen. „Superintelligenz“ steht dagegen für eine bislang nicht erreichte Form von KI, die menschliche Fähigkeiten in nahezu allen relevanten Bereichen übertreffen würde. Die Umbenennung kann deshalb Erwartungen an Leistungsfähigkeit und strategische Bedeutung verstärken.

Enge Verbindung von Politik und Tech-Branche

Musk war zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit ein enger Verbündeter des Präsidenten, bevor beide öffentlich aneinandergerieten und sich später wieder annäherten. Die neue Namensgebung rückt Musks Unternehmen erneut sichtbar in Trumps politische Begriffswelt.

Für Nutzer und Unternehmen dürfte zunächst der Name wichtiger sein als eine technische Veränderung: Eine Umbenennung von SpaceXAI in SpaceXSI ändert weder automatisch Modelle noch Produkte. Politisch signalisiert sie jedoch Unterstützung für Trumps Kurs, die amerikanische Führungsrolle bei KI auszubauen und Regulierung zugunsten des Wettbewerbs mit China zurückhaltend zu gestalten.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Super Intelligence Force“: Trump benennt neuen Chef für KI-Arbeitsgruppe (04.10.2026)

Der Bericht ordne Trumps Begriffswahl in die Einrichtung einer staatlichen Arbeitsgruppe ein, die Chancen und Risiken von KI bewerten solle. Anders als die dpa-Meldung, die auf Musks angekündigte Umbenennung fokussiere, setze der Artikel den Schwerpunkt auf die institutionelle Umsetzung von Trumps Superintelligenz-Kurs und lasse offen, wie stark daraus konkrete Regulierung entstehen werde.

n-tv: „Trumps antidemokratische Allianz: So regieren die Tech-Milliardäre im Weißen Haus mit“ (03.10.2026)

Der Bericht stelle Musk in den größeren Zusammenhang der engen Verbindung zwischen Trumps Regierung und führenden Tech-Unternehmern. Er bestätige damit den politischen Hintergrund der Namensdebatte, bewerte das Verhältnis jedoch deutlich grundsätzlicher und thematisiere vor allem Einfluss, Regulierung und Machtkonzentration.

Medienübergreifend werde der Vorgang als Teil von Trumps Versuch eingeordnet, den Begriff „Superintelligenz“ politisch zu etablieren. Unterschiede bestünden vor allem beim Schwerpunkt: Während die dpa-Meldung Musks konkrete Zusage hervorhebe, richte sich der Blick in den ergänzenden Berichten auf staatliche Strukturen und die wachsende Verflechtung von Politik und Tech-Branche.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70230592 |