SpaceX-KI-Infrastruktur, Google

SpaceX-KI-Infrastruktur: Google zahlt 920 Mio. USD monatlich ab Oktober

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 19:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SpaceX vereinbart Milliardenumsätze mit Google und Anthropic, steigert den KI-Umsatz deutlich und erweitert Energieversorgung sowie Führungsteam.

SpaceX baut KI-Geschäft mit Google und Anthropic aus
Reihen von Server-Racks in einem hochmodernen Rechenzentrum mit diskreter Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

In einem signifikanten Ausbau seines Geschäftsfeldes stellt SpaceX künftig umfassende Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) bereit. Wie Berichte von Anfang September 2026 zeigen, haben die Technologieunternehmen Google und Anthropic weitreichende Vereinbarungen mit dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk getroffen, um Zugriff auf spezialisierte Hardware-Ressourcen zu erhalten.

Umfangreiche Vertragskonditionen mit Google und Anthropic

Google wird laut Berichten ab Oktober 2026 monatlich 920 Mio. US-Dollar für die Nutzung von rund 110.000 Nvidia-GPUs an SpaceX zahlen. Diese Vereinbarung ist bis Juni 2029 befristet. Parallel dazu hat Anthropic einen Vertrag abgeschlossen, der Zahlungen in Höhe von 1,25 Mrd. US-Dollar pro Monat bis Mai 2029 vorsieht.

Dafür erhält das Unternehmen Zugriff auf etwa 325.000 Grafikprozessoren (GPUs), darunter Systeme der Typen Colossus und Colossus II. Dieser Vertrag sei mit einer Frist von 90 Tagen kündbar.

SpaceX behält sich laut den vorliegenden Informationen das Recht vor, die bereitgestellte Kapazität bei Bedarf umzuverteilen. Zusammengerechnet summieren sich die Verträge mit Google und Anthropic auf ein jährliches Volumen von rund 26 Mrd. US-Dollar.

KI-Segment als stärkster Wachstumstreiber

Der Bereich für KI-Infrastruktur entwickelt sich rasant zur zentralen Erlösquelle für SpaceX. Im zweiten Quartal betrug der KI-Umsatz 2,6 Mrd. US-Dollar, was einer sequenziellen Steigerung von 213 % entspricht. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert noch bei 737 Mio. US-Dollar gelegen. Der Gesamtumsatz des Unternehmens belief sich im zweiten Quartal auf 7,8 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 92 % im Vergleich zum Vorjahr.

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Elon Musk erklärte, dass die Einnahmen aus dem KI-Geschäft wahrscheinlich im Laufe des Septembers sämtliche anderen Einnahmequellen von SpaceX übertreffen werden.

Der Börsenwert des Unternehmens wird derzeit auf 1,8 Billionen US-Dollar taxiert, während die SpaceX-Aktie am 1. September bei 143,36 US-Dollar notierte – rund 36 % unter ihrem bisherigen Rekordhoch. Die gesamten KI-Investitionen des Unternehmens beliefen sich zuletzt auf 15,83 Mrd. US-Dollar.

Ausbau der Energieinfrastruktur und operative Herausforderungen

Elon Musk begründete die Vermietung von Rechenkapazitäten an externe Partner mit einer drohenden Stromknappheit. Er warnte vor einem Defizit von 15 GW für KI-Chips im Jahr 2027. Um die nötige Energie für die eigenen Rechenzentren sicherzustellen, baut SpaceX eine autarke Versorgung auf.

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In Southaven, Mississippi, entsteht derzeit ein eigenes Kraftwerk mit einer Leistung von 1,2 GW. Dort sollen bis Juli 2027 insgesamt 69 temporäre Turbinen durch 41 fest installierte Anlagen ersetzt werden. Ergänzend dazu errichtet SpaceX in Bastrop, Texas, eine Gießerei für die Produktion von Turbinenblättern.

Die bisherige Infrastruktur am Standort Macrohard war durch technische Schwierigkeiten geprägt. Aufgrund des Einsatzes von temporärer Ausrüstung, darunter mobile Kühler und Tesla-Megapacks, kam es zu Ausfällen, wodurch die Uptime unter 99,9 % sank und das Training von KI-Modellen gestört wurde.

Personelle Neuausrichtung in der KI-Sparte

Nach mehreren Wechseln in der Führungsebene übernimmt Michael Nicolls, der zuvor für das Starlink-Projekt tätig war, die Leitung der KI-Infrastruktur. Weitere zentrale Rollen im Rechenzentrumsteam wurden mit Wesley Salandro, dem ehemaligen Vizepräsidenten für die Produktion von Falcon und Dragon, sowie Logan McConnell besetzt.

Jake Palmer hatte das Unternehmen bereits Ende Juli verlassen. Neben den bestehenden Standorten plant SpaceXAI zudem ein neues Rechenzentrum auf einem Grundstück in Southaven, welches das vierte Projekt dieser Art in der Region darstellt.

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