Soziale Medien: DZPG fordert Altersgrenze 13 Jahre für Plattformen
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 00:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) fordert eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren für algorithmusbasierte soziale Medien. In einem Policy Brief vom 21. Juli 2026 begründen die Experten den Vorstoß mit Studien, die Zusammenhänge zwischen Plattformnutzung und Depressionen, Angstzuständen sowie Schlaf- und Essstörungen belegen.
Die Forscher fordern zudem eine Nachweispflicht für Plattformbetreiber und mehr Aufklärung zur Medienkompetenz. Unveröffentlichte Daten des DZPG zeigen: Auch ein problematisches Nutzungsverhalten der Eltern ist ein Risikofaktor.
Clowns in der Pflege: Überraschende Studienergebnisse
Können Klinikclowns die Psyche von Pflegeheimbewohnern stärken? Eine dreijährige Studie der Universität Flensburg, veröffentlicht am 29. Juni 2026 in BMC Geriatrics, sagt ja. Die von der AOK PLUS finanzierte Untersuchung in Leipzig und Erfurt belegt: Regelmäßige Clownbesuche verbessern das emotionale Wohlbefinden und die Schlafqualität nachhaltig.
Nach einem Jahr zeigte sich eine deutliche Reduzierung depressiver Stimmungen. Nach zwei Jahren fiel der Rückgang der Resilienz in der Interventionsgruppe geringer aus als in der Kontrollgruppe. Künstlerische Interventionen leisten demnach einen messbaren Beitrag zur psychischen Stabilisierung.
Neue Versorgungsmodelle: Behandlung zuhause
Das DZPG fordert eine Altersgrenze von 13 Jahren für soziale Medien – doch bis zur Umsetzung vergehen Monate. Dieser Report zeigt, wie Sie Ihr Kind jetzt konkret schützen: mit Checkliste, Medienkompetenz-Leitfaden und Notfallplan. Jetzt kostenlosen Eltern-Report anfordern
Das Uniklinikum Dresden bietet seit Ende 2025 die stationsäquivalente Behandlung (StäB) an. Ein multiprofessionelles Team behandelt Patienten mit schweren Depressionen oder Psychosen in ihrem häuslichen Umfeld. Bis Sommer 2026 wurden rund 60 Patienten betreut. Ein neues Klinikgebäude, das bis Ende 2026 in Betrieb gehen soll, wird stationäre, ambulante und aufsuchende Angebote integrieren.
In Butzbach eröffnete Mitte Mai 2026 ein Zentrum für Mentale Gesundheit. Neben Meditation und Rückenschule gibt es kostenlose psychologische Beratungen. Ab September 2026 ist ein betriebliches Gesundheitsmanagement für Unternehmen geplant.
Betriebliche Vorsorge: Fehltage steigen rasant
Psychische Erkrankungen sind die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen – mit durchschnittlich 3,75 Fehltagen pro Person. Der Gesundheitsreport einer großen Krankenkasse aus dem Jahr 2025 zeigt: Die Zahl der Fehltage stieg seit 2019 um 50 Prozent.
Depressionen, Angstzustände, Schlafstörungen – Studien belegen die Risiken von Social Media für Jugendliche. Der DZPG-Policy-Brief liefert die Fakten, unser Report die Handlungsschritte für Eltern. Eltern-Report mit Notfallplan sichern
Versicherer reagieren mit digitalen Diensten. Die Debeka bietet Soforthilfe, telefonisches Coaching und Videotherapien bei Burnout. Spezifische Formate wie Bildungsurlaub mit Schwerpunkt Stresskompetenz und Achtsamkeit, etwa im Allgäu, werden verstärkt nachgefragt.
Am 30. Juli 2026 findet in Gotha ein Gesundheitstag statt. Neben körperlichen Untersuchungen gibt es Informationen zur Prävention und mentalen Gesundheit für Senioren.
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