Sonnenschutz: Discounter-Produkte schlagen Marken mit Note 1,7
22.06.2026 - 04:13:19 | boerse-global.de
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Von Sonnenbrand bis Insektenstich – entzündliche Hautreaktionen lassen sich oft gut selbst behandeln. Essigsaure Tonerde, Hydrocortison-Cremes und moderne Barrierepflege stehen dabei im Fokus.
Bewährte Hilfe bei Insektenstichen und Sonnenbrand
Essigsaure Tonerde – chemisch Aluminiumacetat-Tartrat – ist ein Klassiker der Selbstmedikation. Sie kühlt, lindert Schwellungen und Rötungen. Hecht Pharma bietet etwa ein kühlendes Gel an, das lokal auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Wichtig: Kontakt mit offenen Wunden vermeiden.
Die 50-ml-Packung kostet knapp 12 Euro. Für unkomplizierte Hautreizungen gilt die Anwendung als bewährt.
Was bei Ekzemen und allergischen Reaktionen hilft
Rezeptfreie Hydrocortison-Präparate mit 0,5 Prozent Wirkstoffkonzentration kosten in 30-Gramm-Tuben zwischen 6 und 13 Euro. Bekannte Marken sind ratiopharm, FeniHydrocort und Soventol HydroCort.
Kortisonfreie Alternativen setzen auf Barrierepflege. Die Bepanthen Sensiderm Creme von Bayer Vital nutzt Glycerin, Dexpanthenol und Ceramide – ohne hormonelle Wirkstoffe. Für unreine Haut gibt es Produkte mit Schwefel oder Salicylsäure, etwa von L'Oreal unter der Marke Vichy.
Sonnenschutz: Discounter schlagen Marken
Tests von 23 Kinder-Sonnenschutzmitteln für die Sommersaison 2026 zeigen: Günstig kann besser sein. Eigenmarken von Lidl und Netto erreichten Spitzenbewertungen mit Note 1,7. Allerdings hielten einige Produkte den angegebenen Lichtschutzfaktor nicht ein oder enthielten Spuren unzulässiger Weichmacher.
Dermatologin Dr. Lela Ahlemann empfiehlt zudem Ernährung als Hautschutz. Lycopin aus Tomatenmark schützt vor UV-Strahlung und freien Radikalen. Ein täglicher Drink aus Tomatenmark und Olivenöl fördert die Kollagenbildung und senkt das Risiko für Sonnenbrand und Pigmentflecken.
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Neue Forschung: Apfelschale und Kaffeesäure
Ursolsäure aus Apfelschalen und Rosmarin zeigt in Studien entzündungshemmendes Potenzial. Der Wirkstoff kann proinflammatorische Zytokine durch Hemmung spezifischer Signalwege reduzieren – künftig vielleicht eine Option bei chronischen Entzündungen.
Coffeesäure könnte die Wundheilung fördern. Erste Daten deuten auf eine Aktivierung von Makrophagen hin. Auch antivirale Effekte werden beobachtet.
Mücken lernen DEET zu umgehen
Eine Studie im Journal of Experimental Biology vom Mai 2026 zeigt: Bestimmte Mückenarten können den Geruch von DEET mit Nahrung verknüpfen. Trotzdem bleibt DEET der empfohlene Standard. Experten raten zum regelmäßigen Nachtragen, um den Schutzeffekt zu erhalten.
