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Social Media: Studie belegt Halbierung depressiver Symptome

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 15:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Ulmer Studie zeigt: Reduzierte Social-Media-Nutzung senkt depressive Verstimmungen drastisch. Auch Arbeitnehmer leiden unter mentaler Dauerbelastung.

Studie belegt: Weniger Social Media halbiert depressive Symptome
Ein aufgeräumter, lichtdurchfluteter Arbeitsplatz mit einer Teetasse und einer Pflanze als Symbol für mentale Balance. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Weniger Social Media, bessere Laune – das belegt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Ulm. Rund 130 Teilnehmer zwischen 16 und 29 Jahren reduzierten ihre tägliche Nutzungszeit von über vier Stunden auf maximal eine Stunde pro Tag. Das Ergebnis nach vier Wochen: Die Rate depressiver Symptome halbierte sich von 40 auf 20 Prozent. Auch Angstsymptome und Schlafprobleme gingen deutlich zurück.

Bemerkenswert: Viele Probanden blieben auch nach der Studie bei der Reduktion. Im Schnitt surften sie am Ende nur noch 40 Minuten täglich durch soziale Netzwerke. „Die Ergebnisse zeigen, wie stark digitale Gewohnheiten unsere psychische Gesundheit beeinflussen können", sagt Studienleiter Prof. Jörg Fegert.

Ständig im Dienst: Die mentale Belastung durch Arbeit

Doch nicht nur private Mediennutzung stresst. Eine Studie der Internationalen Hochschule (IU) mit 2.000 Befragten zeigt: Rund 40 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich gedanklich ständig im Dienst. Ein Drittel sieht sich verpflichtet, auch nach Feierabend erreichbar zu sein. Die Folge: emotionale Erschöpfung und Schlafstörungen.

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Besonders betroffen sind Frauen. Eine Untersuchung der HMU Potsdam vom Juli 2026 belegt: Die sogenannte mentale Care-Arbeit – also das Planen und Organisieren familiärer Belange – lastet in Deutschland doppelt so stark auf Frauen wie in den USA. Diese emotionale Belastung korreliert eng mit Erschöpfungszuständen und depressiven Verstimmungen.

Kleine Routinen, große Wirkung

Was hilft gegen den Stress? Experten setzen auf Mind-Body-Verfahren wie Yoga und Meditation. Schon drei bis zehn Minuten tägliche Achtsamkeitspraxis können die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol senken und das parasympathische Nervensystem aktivieren.

Auch der Start in den Tag entscheidet mit. Gesundheitsanalysten empfehlen eine strukturierte Morgenroutine:

  • Sieben bis neun Stunden Schlaf
  • 300 bis 500 Milliliter Wasser direkt nach dem Aufstehen
  • 20 bis 30 Minuten Tageslicht für den Biorhythmus
  • Proteinreiches Frühstück und kurze Bewegung
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Neben mentaler Entspannung ist gezielte Bewegung ein entscheidender Schlüssel zur Stressbewältigung. Der renommierte Mediziner Prof. Dr. Wessinghage hat 17 einfache Übungen entwickelt, die in nur 3 Minuten täglich Verspannungen lösen und neue Energie schenken. Kostenlosen 3-Minuten-Ratgeber anfordern

Waldbaden und smarte Helfer

Immer beliebter wird das sogenannte Waldbaden. Der Aufenthalt im Wald senkt nachweislich den Cortisolspiegel. Immer mehr Unternehmen bieten entsprechende Kurse als Teil der Gesundheitsvorsorge an.

Der internationale „Self-Care Day" am 24. Juli rückte die Bedeutung bewusster Pausen in den Fokus. Branchenvertreter wie der Kaffeeröster J. Hornig plädieren für Rituale im Alltag – etwa die bewusste Zubereitung von Kaffee oder DIY-Augenpatches zur Entspannung.

Parallel dazu boomen smarte Wellness-Tools. Unternehmen wie RENPHO bieten LED-Gesichtsmasken für rund 160 Euro oder smarte Körperanalysewaagen für etwa 190 Euro. Sie machen professionelle Wellness-Anwendungen für zuhause zugänglich.

Die Botschaft der Experten ist klar: Effektive Stressbewältigung braucht eine Kombination aus digitaler Disziplin, Anerkennung mentaler Belastung und festen Erholungsritualen. Der erste Schritt? Das Handy weglegen.

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