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Social Media: Eine Stunde täglich senkt Depression um 51%

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Milliardenbewertung und neuem KI-Modell verlassen mehrere Gründer das Unternehmen. Sam Altman prognostiziert zudem mehr statt weniger Arbeit durch KI.

Thinking Machines Lab: Gründer-Rücktritte trotz KI-Erfolgen
Eine erschöpfte Person vor leuchtenden Computerbildschirmen in einem modernen, abgedunkelten Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die KI-Industrie steckt im Paradoxon: Technologische Durchbrüche auf der einen Seite, personelle Erosion auf der anderen. Während Unternehmen wie Thinking Machines Lab Milliarden-Bewertungen einfahren, verlassen die Gründer das Schiff – aus gesundheitlichen Gründen.

Personelle Fluktuation an der Spitze

Am 28. Juli gab Lilian Weng ihren Rücktritt bekannt. Die Mitgründerin von Thinking Machines Lab und ehemalige OpenAI-Vizepräsidentin begründete den Schritt mit gesundheitlichen Problemen. „In den vergangenen sieben Monaten war ich häufiger krank als jemals zuvor“, erklärte sie.

Weng ist bereits das vierte von sechs Gründungsmitgliedern, das das Unternehmen seit Februar 2025 verlassen hat. Dabei lief das Geschäft: Erst am 15. Juli veröffentlichte Thinking Machines Lab mit „Inkling“ ein KI-Modell mit 975 Milliarden Parametern. Der Widerspruch zwischen technologischem Output und personeller Stabilität könnte kaum größer sein.

Sam Altman: „Keine Vier-Tage-Woche durch KI“

Sam Altman, OpenAI-Vorstandsvorsitzender, machte in einem Podcast am 26. Juli deutlich, wohin die Reise geht. Statt kürzerer Arbeitszeiten durch KI-Effizienz erwartet er das Gegenteil: „Menschen werden die Produktivitätsgewinne nutzen, um mehr zu arbeiten und die Entwicklung weiter zu beschleunigen.“

Die Realität untermauert diese Prognose. Daten aus dem Juli des Vorjahres zeigen: Nur 35,7 Prozent der Arbeitnehmer kehren tatsächlich erholt aus dem Urlaub zurück. Besonders die Generation Z arbeitet regelmäßig im Urlaub. Die Hoffnung auf Entlastung durch KI scheint sich ins Gegenteil zu verkehren.

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Digitale Diät: Weniger Social Media, weniger Depression

Eine Studie der Uniklinik Ulm, vorgestellt am 28. Juli, liefert handfeste Zahlen: Probanden, die ihre Social-Media-Nutzung auf eine Stunde täglich begrenzten, senkten ihre Rate depressiver Symptome von 41 auf 21 Prozent. Auch Angstsymptome und Schlafprobleme gingen signifikant zurück.

Für eine Branche, in der die Grenzen zwischen privater und beruflicher Digitalnutzung verschwimmen, sind das alarmierende Werte. Aktuelle Befragungen vom 28. Juli zeigen: In Deutschland kommt kein Start-up mehr ohne KI aus. 87 Prozent nutzen generative KI-Tools, fast die Hälfte setzt bereits auf autonome Agenten.

Fachkräftemangel trotz Automatisierung

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Gleichzeitig spitzt sich der Fachkräftemangel weiter zu. Laut Bitkom erwarten 80 Prozent der Unternehmen eine Verschärfung der Lage. Zwar sehen 42 Prozent der Betriebe zusätzlichen Bedarf an Spezialisten – genau wegen der KI-Entwicklung. Doch der Druck zur ständigen Weiterbildung wächst parallel.

Fachleute schätzen, dass KI 40 bis 60 Prozent der reaktiven IT-Aufgaben übernehmen kann. Die Fähigkeit, mit KI-gestützten Tools die Zeit bis zur Fehlererkennung (MTTD) und -behebung (MTTR) zu verkürzen, wird zur Basiskompetenz. Die mentale Belastung durch die geforderte Geschwindigkeit bleibt das zentrale Risiko für die Mitarbeiterbindung.

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