SMS-Betrug: Gefälschte Verkehrsstrafen mit QR-Codes in den USA
10.06.2026 - 18:55:37 | boerse-global.de
Eine neue bundesweite Betrugsmasche setzt auf gefälschte Verkehrsstrafen – die Täter nutzen QR-Codes, um an persönliche Daten zu gelangen.
Die Behörden im US-Bundesstaat New York schlagen Alarm. Betrüger verschicken massenhaft SMS mit angeblichen Verkehrsverstößen, wie die Polizei im Hudson Valley und in Port Jervis heute mitteilte. Die Nachrichten enthalten einen QR-Code, der zu einer täuschend echten Nachbildung offizieller Regierungsseiten führt. Dort werden die Empfänger aufgefordert, persönliche Daten und Kreditkarteninformationen einzugeben, um die angebliche Geldstrafe zu begleichen.
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So erkennen Sie die Betrugsmasche
Die Polizei von Port Jervis rät dringend davon ab, QR-Codes von unbekannten oder nicht verifizierten Absendern zu scannen. Offizielle Strafzettel werden niemals per unaufgeforderter SMS mit Zahlungslinks oder QR-Codes zugestellt. Die Masche ist Teil eines landesweiten Trends – ähnliche Fälle wurden bereits in anderen Bundesstaaten gemeldet.
Im Milwaukee County in Wisconsin warnte die Polizei bereits am Dienstag vor identischen SMS-Betrügereien. Besonders perfide: Die Stadt Milwaukee betreibt gar keine Mautstraßen, die in einigen der gefälschten Strafzettel als Grund genannt wurden. Auch im Champaign County in Ohio gingen am Mittwoch Meldungen über betrügerische Anrufe und Nachrichten ein, die angeblich von der Kraftfahrzeugbehörde (BMV) stammten.
Offizielle Verkehrskontrollen – ein klarer Unterschied
Die Betrugswelle fällt zeitlich mit mehreren legitimen Verkehrssicherheitskampagnen in New York zusammen. Die Staatspolizei startete heute die Aktion „Operation Hardhat" – eine verstärkte Überwachung zum Schutz von Bauarbeitern in Baustellen. Dabei werden Geschwindigkeitsüberschreitungen und Verstöße gegen die „Move Over"-Regelung geahndet. Diese Strafen werden jedoch ausschließlich über offizielle rechtliche Wege abgewickelt – niemals per SMS.
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Erst Ende Mai endete die Kampagne „Click It or Ticket", bei der mehr als 110.000 Strafzettel ausgestellt wurden – darunter über 15.000 wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen und 13.200 wegen fehlender Sicherheitsgurte. Anders als bei den aktuellen Phishing-Versuchen erfolgen diese Maßnahmen durch persönliche Kontrollen oder offizielle Postsendungen.
Was Betroffene tun sollten
Wer eine verdächtige Nachricht über eine angebliche Verkehrsstrafe erhält, sollte umgehend die örtliche Polizeidienststelle oder die zuständige Kraftfahrzeugbehörde kontaktieren – und zwar ausschließlich über offizielle Telefonnummern oder Webseiten. Niemals die in der Nachricht angegebenen Kontaktdaten nutzen.
