Smartwatch-Markt: Garmin zieht mit Samsung auf 15 Prozent gleich
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 07:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Garmin hat am 18. August 2026 ein globales Software-Update für mehrere Mittelklasse-Smartwatches ausgerollt. Betroffen sind die Modelle Forerunner 970, Forerunner 570, Venu X1, Venu 4 und vivoactive 6. Ziel der Aktualisierung sind laut Hersteller Sicherheitsverbesserungen. Es handelt sich um ein sogenanntes Minor-Release, also eine kleinere Aktualisierung ohne größere Funktionsänderungen.
Update reiht sich in laufende Softwarepflege ein
Für die Flaggschiff-Modelle von Garmin war zuvor die stabile Version 22.43 im Einsatz gewesen. Nur einen Tag nach dem Sicherheitsupdate für die Mittelklasse veröffentlichte Garmin am 19. August 2026 zudem eine Beta-Version 23.26 für die höherpreisigen Modelle Fenix 8, Quatix 8, Enduro 3 und Fenix 8 Pro MicroLED.
Diese Beta behebt Probleme bei der Musik-Lautstärkeregelung, dem Sprachassistenten und bei Übersetzungsfunktionen sowie weitere kleinere Fehler. Eine stabile Version mit den zusätzlichen Dive- und EKG-Funktionen für diese Modellreihe steht laut Garmin noch aus.
Marktanteil zieht mit Samsung gleich
Die Softwarepflege fällt in eine Phase, in der Garmin im Smartwatch-Markt an Boden gewinnt. Nach Daten des Marktforschungsunternehmens Omdia erreichte Garmin im zweiten Quartal 2026 einen Smartwatch-Marktanteil von 15 Prozent, nachdem das Unternehmen im Vorjahreszeitraum bei 11 Prozent gelegen hatte. Damit zog Garmin mit Samsung gleich, das im selben Zeitraum ebenfalls auf 15 Prozent kam – ein Rückgang gegenüber 17 Prozent im Vorjahr.
Marktführer bleibt weiterhin Apple mit 46 Prozent, nach 48 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der gesamte Wearable-Versand ging laut den Omdia-Zahlen um 2 Prozent zurück, was den relativen Zugewinn von Garmin zusätzlich hervorhebt.
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Rolle im Satelliten-Notfalldienst
Parallel zu den Softwareaktualisierungen wurde bekannt, dass Garmin das Notfallzentrum für den Satelliten-SOS-Dienst der Google Pixel Watch 4 betreibt. Dieser Dienst wird nun auf Europa, Kanada, Alaska und Hawaii ausgeweitet.
Garmin übernimmt damit im Hintergrund eine sicherheitsrelevante Infrastrukturfunktion auch für ein Gerät eines anderen Herstellers, was die Position des Unternehmens im Bereich Notfall- und Sicherheitstechnologie für Wearables unterstreicht.
Einordnung für Nutzer
Für Besitzer der betroffenen Mittelklasse-Modelle dürfte das Sicherheitsupdate ohne größeren Aufwand über die reguläre Geräteaktualisierung eingespielt werden.
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Nutzer der Premium-Modelle Fenix 8, Quatix 8, Enduro 3 und Fenix 8 Pro MicroLED, die an der Beta-Version teilnehmen, profitieren bereits von den behobenen Fehlern bei Musik- und Sprachfunktionen, müssen auf die finale stabile Version mit den erweiterten Dive- und EKG-Funktionen jedoch noch warten.
Die gleichzeitige Pflege mehrerer Produktlinien sowie der wachsende Marktanteil deuten darauf hin, dass Garmin seine Position im Segment der Sport- und Outdoor-Smartwatches weiter ausbauen will.
