Smartwatch-Markt: Garmin verdoppelt Anteil auf 15 Prozent
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 17:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Immer mehr Nutzer von Smartwatches steigen von Apple-Geräten auf Garmin um. Berichten zufolge nennen Käufer vor allem die deutlich längere Batterielaufzeit der Garmin-Geräte als Wechselgrund gegenüber der Apple Watch.
Marktanteile verschieben sich
Die Verschiebung im Nutzerverhalten spiegelt sich auch in aktuellen Marktzahlen wider. Laut Omdia-Daten wuchs der Marktanteil von Garmin bei Smartwatches im zweiten Quartal 2026 auf 15 Prozent, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch bei 11 Prozent gelegen hatte.
Apple fiel im selben Zeitraum auf 46 Prozent zurück, Samsung kam auf 15 Prozent. Während der gesamte Smartwatch-Markt laut Omdia insgesamt um 2 Prozent schrumpfte, wuchs das Segment der Smartwatches um 6 Prozent.
Höherer Wiederverkaufswert für Garmin-Geräte
Auch beim Wiederverkauf zeigt sich ein Vorteil für Garmin. Eine Auswertung von eBay-Verkaufsdaten mit 6.372 untersuchten Transaktionen ergab, dass Garmin-Geräte nach sechs Monaten im Durchschnitt 69 Prozent ihres ursprünglichen Werts behalten.
Zum Vergleich: Apple-Geräte kommen auf 58 Prozent, Google auf 56 Prozent und Samsung auf 42 Prozent. Die Garmin Fenix 8 sticht dabei besonders heraus – sie behält 72 Prozent ihres Werts bei einem Durchschnittspreis von 1.133 US-Dollar. Die Apple Watch Ultra 3 kommt demgegenüber auf 65 Prozent ihres ursprünglichen Preises von 799 US-Dollar.
Eine separate Auswertung mit denselben 6.372 eBay-Verkäufen bestätigt die grundsätzliche Reihenfolge, wobei hier zusätzlich der Coros Pace 4 mit einem Wertverlust von nur 24 Prozent als Spitzenreiter genannt wird und die Apple Watch Ultra 2 mit 69 Prozent von 799 US-Dollar sowie die Samsung Galaxy Watch Ultra mit 44 Prozent von 650 US-Dollar beziffert werden.
Aktuelle Garmin-Modelle setzen auf lange Akkulaufzeit
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Die jüngsten Produktankündigungen von Garmin unterstreichen die Strategie, sich über Batterielaufzeit von der Konkurrenz abzusetzen. Die neu vorgestellte f?nix 9 ist ab 999,99 US-Dollar erhältlich, die f?nix 9 Pro startet bei 1.099,99 US-Dollar für die 47-mm-Version und 1.199,99 US-Dollar für die 51-mm-Variante.
Laut Herstellerangaben hält die f?nix 9 bis zu 16 Tage, die Pro-Version bis zu 18 Tage und die Pro-Solar-Variante sogar bis zu 34 Tage durch – in anderen Angaben ist von bis zu 57 Tagen im Solarbetrieb die Rede. Die Pro-Modelle verfügen zudem über ein Titan-Gehäuse, ein bis zu 3.000 Nits helles Display sowie optional eine inReach-Satelliten- und LTE-Konnektivität.
Das AMOLED-Display der neuen Generation ist doppelt so hell wie beim Vorgänger, verfügt über 64 GB Speicher und 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher; das Kartenscrollen soll 30 Prozent schneller laufen. Die Modelle sind seit dem 28. August 2026 verfügbar.
Auch im Einstiegssegment positioniert sich Garmin über Ausdauer statt Funktionsfülle: Das neue Cirqa Smart Band kommt ohne Abonnement, bietet eine Akkulaufzeit von 10 Tagen und misst Herzfrequenz, Stress und Hauttemperatur. Es ist zudem mit der App Natural Cycles kompatibel.
Preisnachlässe befeuern den Wechsel
Rabattaktionen im Einzelhandel dürften den Umstieg zusätzlich begünstigen. Bei Amazon war die Garmin Vivoactive 5 GPS-Smartwatch zuletzt auf 153,89 britische Pfund reduziert, statt regulär 209,99 Pfund – bei einer Batterielaufzeit von bis zu 11 Tagen im Smart-Modus lobte ein Käufer die Ausdauer explizit im Vergleich zur Apple Watch.
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Auch die Vivoactive 6 war bei Amazon reduziert, für 177,65 Pfund statt 212,87 Pfund, eine Ersparnis von 35,22 Pfund. Sie bietet ebenfalls bis zu 11 Tage Akkulaufzeit, GPS, ein AMOLED-Display und ist bis 50 Meter wasserdicht.
Die Kombination aus langer Akkulaufzeit, höherem Wiederverkaufswert und aktuellen Rabatten dürfte dazu beitragen, dass Garmin seinen Marktanteil im Smartwatch-Segment weiter ausbaut, während Apple in diesem Bereich Anteile verliert.
