Smartphone-Sucht, IU-Studie

Smartphone-Sucht: 81 Prozent checken stündlich, 56% wollen offline

28.05.2026 - 09:32:01 | boerse-global.de

Eine IU-Studie belegt: 81 Prozent checken stündlich das Smartphone, 56 Prozent sehnen sich nach mehr Offline-Zeit. Experten diskutieren auf dem New Work Summit Lösungen.

Smartphone-Sucht: 81 Prozent checken stündlich, 56% wollen offline - Foto: über boerse-global.de
Smartphone-Sucht: 81 Prozent checken stündlich, 56% wollen offline - Foto: über boerse-global.de

Das zeigt eine Studie der IU Internationalen Hochschule, die Ende Mai auf dem New Work Summit in Berlin vorgestellt wurde. Die Kehrseite: 56 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Offline-Zeit. Doch der äußere Erwartungsdruck macht den Rückzug schwer, warnt Psychologe Kortsch.

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Longevity im Job: Bewegung statt Meetings im Sitzen

Auf dem Panel zum Thema Longevity am 27. Mai diskutierten Experten, wie Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv fördern können. Braineffect-Geschäftsführer Foelsch empfiehlt Spaziergänge während Besprechungen. Ärztin Gartenbach setzt auf feste Schlafzeiten. Ein vielversprechender Ansatz: das WOOP-Prinzip für effektivere Gesundheitsziele.

Die SAP-Betriebsärztin Scheidt betont die Vorbildfunktion von Führungskräften. Ohne aktives Vorleben von oben verpuffen die besten Gesundheitsprogramme.

Benefits mit Strategie statt Gießkannenprinzip

Strauss, Personalverantwortliche beim Urban Sports Club, warnte bereits am Vortag vor einem Missverständnis: Betriebliche Zusatzleistungen sind kein Gehaltsersatz. Sie müssen strategisch entwickelt werden. Ihr Tipp: Weniger ist mehr. Eine gezielte Auswahl wirkt besser als ein unüberschaubares Angebot.

Mobbing: Das unterschätzte Risiko

Eine Untersuchung des Dienstleisters Idewe zeigt ein weiteres Problem: In Belgien gab jeder zehnte Arbeitnehmer an, in den letzten fünf Jahren gemobbt worden zu sein. Experte Godderis fordert frühzeitiges Eingreifen ins Betriebsklima. Sonst drohen Langzeitschäden für die mentale Gesundheit.

Physische Hilfsmittel wie Aufbewahrungsboxen für Smartphones gewinnen als Entkopplungsstrategie an Bedeutung.

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Top-Manager setzen auf Resilienz-Training

Auch CEOs großer Konzerne wie Eon, Commerzbank oder Hensoldt investieren in psychische Widerstandsfähigkeit. Sie nutzen Techniken zur Fokusbildung und Gelassenheit – teils KI-gestützt. Neurologe Busch bestätigt: Resilienz ist trainierbar.

Die Dringlichkeit unterstreicht der Gallup-Index: 20 Prozent der deutschen Führungskräfte fühlen sich häufig ausgebrannt.

Pflegebranche: Praxisnahe Modelle ausgezeichnet

Der Arbeitgeberverband bpa zeichnete am 27. Mai Unternehmen aus, die mit kreativen Konzepten die Mitarbeitergesundheit stärken. Dazu gehören spezielle HR-Stellen für Gesundheitsförderung, Schritte-Wettbewerbe oder gemeinsame Mahlzeiten mit Ernährungsberatung.

Regionale Initiativen: Von Jonglieren bis Klima à la carte

Die Gesundheitsprävention geht in die Fläche. In Bernau startete heute eine Informationsreihe zu Alltagshelfern in der Pflege. München bietet am 30. Mai ein Training, das Gehirnwissen mit Koordinationsübungen durch Jonglieren verbindet.

Im Kanton Zürich wirbt ab 1. Juni die Aktion „Klima à la carte“ für klimafreundliche Ernährung. Tourismusexperte Wagner setzt auf soziale und digitale Resilienz für Destinationen. Wien veranstaltet am 11. Juni ein Afterwork-Event unter dem Motto „Beats & Bowls“ – gesundheitsbewusste Ernährung in modernem Rahmen.

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