Smartphone-Sicherheit, NFC-Angriffe

Smartphone-Sicherheit: NFC-Angriffe auf Android um 188% gestiegen

01.06.2026 - 07:33:36 | boerse-global.de

Über 4.300 Fake-Seiten zur WM registriert. FBI und BSI warnen vor KI-gestützten Phishing-Angriffen und steigenden Schäden.

McFarlane Lake Mining Aktie: Absturz - Foto: über boerse-global.de
McFarlane Lake Mining Aktie: Absturz - Foto: über boerse-global.de

Die Sicherheitsbehörden warnen vor einer massiven Zunahme von Cyberkriminalität im Vorfeld des Turniers in Nordamerika. Kriminelle nutzen die hohe Nachfrage nach Tickets, um Fans und Unternehmen abzuzocken. Der wirtschaftliche Schaden durch gefälschte Ticket-Seiten liegt laut Ermittlern bereits zwischen 71 und 474 Millionen Dollar.

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Phishing und KI machen Betrug professioneller

Doch die Gefahr beschränkt sich nicht auf Ticket-Betrug. Experten beobachten eine Zunahme von Phishing-Angriffen. Kriminelle verschicken gefälschte Einladungen zu WM-Feiern, um Zugangsdaten zu stehlen. In einem dokumentierten Fall verlor ein Nutzer trotz aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung 5.500 Dollar.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz verschärft die Lage. Laut US-Kongressberichten stiegen KI-gestützte Betrugsaktivitäten im Kryptobereich um 500 Prozent. Die Gesamtschäden durch KI-basierte Angriffe in den USA belaufen sich auf über 893 Millionen Euro.

„Kriminelle nutzen KI für Phishing, Deepfakes und täuschend echte Streaming-Seiten", warnen Sicherheitsspezialisten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnte bereits vor Voice Phishing mittels Deepfakes. In Südkorea führte KI-Stimmenmanipulation gegen einen bekannten Schauspieler zu einer Verhaftung.

Smartphone-Nutzer im Visier

Besonders gefährdet sind Mobilgeräte-Nutzer. Marktforscher verzeichneten von Januar bis April 2026 einen Anstieg von NFC-Angriffen auf Android-Smartphones um 188 Prozent. Betroffen waren Kunden der Deutschen Bank, Commerzbank, ING und HypoVereinsbank.

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Die Angreifer werden immer schneller: Waren es 2022 noch acht Stunden von der Datenerlangung bis zur Weitergabe, sank dieser Wert 2025 auf nur 22 Sekunden.

Google rüstet Chrome auf

Google reagiert auf die Bedrohung durch gestohlene Sitzungscookies. Der Chrome-Browser unter Windows bekommt sogenannte Device Bound Session Credentials (DBSC). Das Verfahren bindet Cookies kryptografisch an die Hardware – auf fremden Rechnern werden sie unbrauchbar. Der Rollout soll innerhalb der nächsten 60 Tage erfolgen.

Gerichte sehen Mithaftung der Nutzer

Trotz technischer Schutzmaßnahmen rückt die Eigenverantwortung in den Fokus. Das Landgericht Karlsruhe und ein Gericht in Delhi entschieden: Kunden können eine Mithaftung tragen, wenn sie auf offensichtlich verdächtige Links klicken.

Die Fallzahlen für Internet-Abzocke in Niedersachsen sanken 2025 auf 18.304 Fälle. Doch das Landeskriminalamt betont: Die Täter werden professioneller. Besonders bei Tätern im außereuropäischen Ausland gestaltet sich die Rückholung von Geldern als hochgradig schwierig. Experten empfehlen dringend Multi-Faktor-Authentifizierung und KI-basierte Sicherheitssysteme.

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