Smartphone-Sicherheit: Google bringt Fake Call Detection im Juni
04.06.2026 - 03:30:00 | boerse-global.deLaut einer aktuellen Kaspersky-Studie liegt der durchschnittliche Schaden pro Opfer hierzulande bei 1.180 Euro. Weltweit sind es nur 630 Euro. Die Täter werden immer professioneller und setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz.
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Die Täter arbeiten blitzschnell
Die Geschwindigkeit der Angriffe ist erschreckend. 44 Prozent der Geschädigten überweisen den geforderten Betrag innerhalb von 30 Minuten nach dem ersten Kontakt. Jedes siebte Opfer zahlt sogar in weniger als fünf Minuten. Besonders alarmierend: Rund 25 Prozent der Betroffenen wurden innerhalb eines halben Jahres mehr als dreimal attackiert.
Analysen von CrowdStrike zeigen eine massive Zunahme KI-gestützter Attacken – ein Plus von 89 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Täter nutzen gefälschte Sprachnachrichten oder manipulierte Profile, um Vertrauen zu erschleichen. 74 Prozent der Opfer vermuten mittlerweile den Einsatz von KI hinter den betrügerischen Nachrichten. Das FBI warnte vor spezialisierten Phishing-Plattformen, die seit 2025 einen Gesamtschaden von über 240 Millionen Euro verursacht haben sollen.
Google schaltet sich ein
Als Reaktion auf die steigende Zahl manipulierter Anrufe bringt Google neue Sicherheitsfunktionen für Android. Mit dem Feature-Drop für Juni 2026 kommt die sogenannte Fake Call Detection. Die Technologie erkennt betrügerische Anrufe mit gefälschten Kontakt-IDs oder KI-Stimmen.
Das System prüft im Hintergrund über verschlüsselte RCS-Daten, ob ein Anruf tatsächlich vom Gerät des hinterlegten Kontakts stammt. Bleibt die Bestätigung aus, erscheint eine Warnung auf dem Display – mit der Empfehlung, das Gespräch zu beenden. Die Funktion kommt zunächst auf Pixel-Smartphones, später auf allen Geräten ab Android 12.
Vorsicht auch beim WLAN
Neben direktem Messenger-Betrug warnen Sicherheitsbehörden vor technischen Schwachstellen. Öffentliche WLAN-Netzwerke sind ein Einfallstor für Man-in-the-Middle-Angriffe. Experten raten: WLAN und Bluetooth unterwegs deaktivieren, wenn sie nicht gebraucht werden. Auch NFC gerät in den Fokus – in Deutschland stiegen NFC-basierte Attacken zwischen Januar und April 2026 um 188 Prozent.
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Aktuell rollen massive Phishing-Wellen im Namen von DKB und Commerzbank. Kunden erhalten gefälschte Sicherheitsmitteilungen oder angebliche PhotoTAN-Updates. Ziel sind die Zugangsdaten auf präparierten Webseiten. In der Schweiz verzeichnete die Polizei für 2025 einen Anstieg der Phishing-Delikte um 25 Prozent auf über 7.400 Fälle.
WhatsApp arbeitet an einer Scam-Alert-Funktion. Sie soll verdächtige Nachrichten von unbekannten Absendern automatisch kennzeichnen. Die Analyse findet lokal auf dem Gerät statt – die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt erhalten.
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