Smartphone-Sicherheit, F-Secure

Smartphone-Sicherheit: F-Secure und NTT schützen 92 Millionen

27.05.2026 - 10:30:26 | boerse-global.de

F-Secure und NTT DOCOMO bringen KI-Abwehr in Mobilfunktarife. Neue Pläne schützen 92 Millionen Nutzer vor Betrug und Phishing.

Smartphone-Sicherheit: F-Secure und NTT schützen 92 Millionen - Foto: über boerse-global.de
Smartphone-Sicherheit: F-Secure und NTT schützen 92 Millionen - Foto: über boerse-global.de

Der finnische Cybersicherheitsanbieter und der japanische Mobilfunkriese bringen neue Schutzlösungen gegen KI-gesteuerte Betrugsversuche an den Start. Die Tarife „Anshin Security Standard Plan - Scam Protection Plus“ und „Anshin Security Total Plan - Scam Protection Plus“ sind ab sofort verfügbar.

Anzeige

Angesichts der rasanten Zunahme von KI-gesteuerten Betrugsversuchen ist der Schutz des eigenen Smartphones wichtiger denn je. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritt-für-Schritt-Maßnahmen, um Ihr Android-Gerät effektiv vor Hackern und Viren abzusichern. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken

Schutz für 92 Millionen Nutzer

Die neuen Sicherheitsoptionen integrieren Technologien von F-Secure direkt in die Mobilfunktarife. Sie prüfen automatisch Betrugsversuche und erkennen gefälschte Bilder, die immer häufiger in Phishing-Kampagnen auftauchen.

Der Bedarf ist riesig: Über 56 Prozent der japanischen Verbraucher geraten monatlich ins Visier von Betrügern. Die finanziellen Verluste durch Betrugsdelikte haben sich im vergangenen Jahr verdoppelt. An der Börse kam die Ankündigung gut an – die F-Secure-Aktie stieg auf 2,005 Euro.

KI-Kriminalität eskaliert weltweit

Die Zahlen zur Bedrohungslage sind alarmierend. Für 2026 schätzen Experten die weltweiten Schäden durch mobile Cyberkriminalität auf rund 442 Milliarden Euro. Besonders besorgniserregend: 86 Prozent aller Phishing-Kampagnen waren im ersten Quartal KI-gesteuert.

Banking-Trojaner legten um 196 Prozent zu – auf 1,24 Millionen Fälle. Auch „Quishing“ – Betrug über manipulierte QR-Codes – explodierte mit einem Plus von 150 Prozent auf rund 18 Millionen Fälle. Täglich werden schätzungsweise 3,4 Milliarden schädliche Nachrichten verschickt.

Die Angreifer werden immer raffinierter. Am Montag meldete das Google Threat Intelligence Group den ersten dokumentierten Fall eines KI-entwickelten Zero-Day-Exploits. Er umgeht die Zwei-Faktor-Authentisierung. Das FBI warnte zudem vor der Plattform „Kali365“, einem Phishing-as-a-Service-Angebot.

Japan rüstet gesetzlich auf

Die japanische Regierung reagiert mit einer Reform der Sicherheitsgesetze. Das Kabinett beschloss heute eine Änderung der Polizeiverordnung. Ab Freitag können Präfekturpolizeibehörden eigenständige Cyber-Polizeiabteilungen einrichten.

Im Oberhaus diskutiert man zudem einen Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Nationalen Informationsdienstes. Premierministerin Koike betont die Notwendigkeit einer zentralen Krisenpräventionsstelle.

Ein weiterer Meilenstein: Das „Gesetz zur Stärkung der Cyber-Abwehrfähigkeiten“ tritt im Oktober in Kraft. Es verpflichtet rund 260 Unternehmen aus 15 kritischen Branchen – darunter Strom, Gas und Kommunikation – zur Meldung ihrer System-Assets. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu zwei Millionen Yen.

Neue Technologien gegen alte Schwachstellen

IT-Dienstleister entwickeln parallel neue Abwehrwerkzeuge. GMO Flatt Security startete heute Dienste zur Diagnose von Angriffen auf die Software-Lieferkette. Sie richten sich an Entwicklungsteams, um Risiken in CI/CD-Umgebungen zu minimieren.

Auch die Abkehr von klassischen Passwörtern gewinnt an Fahrt. Wakka Inc. bietet seit heute Unterstützung bei der Passkey-Authentifizierung auf Basis von FIDO2/WebAuthn an. Das Modell verzichtet auf monatliche Lizenzgebühren.

Anzeige

Da immer raffiniertere Hacker-Angriffe sogar die Zwei-Faktor-Authentisierung umgehen können, setzen Experten zunehmend auf passwortlose Alternativen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie Passkeys einrichten und Ihre Konten bei Amazon, WhatsApp & Co. sicher schützen. Kostenlosen Passkey-Report herunterladen

Apple plant für iOS 27 die Integration von Post-Quanten-Kryptographie (PQ3). Damit soll die Kommunikation gegen künftige Entschlüsselungstechnologien abgesichert werden.

Forschung und Praxis verzahnen sich

NTT Security Japan schloss heute einen Forschungsvertrag mit der Tokyo Metropolitan University ab. Das Projekt analysiert die Infrastruktur hinter Social-Engineering-Angriffen. Es kombiniert Bedrohungsinformationen aus der Industrie mit wissenschaftlichen Methoden.

Die Prognosen bleiben düster. Der Sophos CISO Report 2026 erwartet jährliche Cyberkriminalitätskosten von 12,2 Billionen US-Dollar bis 2031. Der menschliche Faktor bleibt bei 62 Prozent aller Sicherheitsvorfälle die entscheidende Komponente.

Für Japan heißt das: Technologischer Schutz und staatliche Regulierung allein reichen nicht. Der Erfolg der neuen Anshin-Sicherheitspläne wird zeigen, ob private Dienstleister den Verbraucherschutz in der Ära der KI-Kriminalität gewährleisten können.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69424494 |