Smartphone-Sicherheit: BKA zerschlägt Phishing-Plattform Kratos
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 15:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Millionen Smartphones erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Gleichzeitig nutzen Kriminelle KI für immer raffiniertere Angriffe. Die Bedrohungslage für mobile Endgeräte hat sich dramatisch verschärft.
Samsung stoppt Updates für vier Bestseller
Samsung hat im Juli die Sicherheitsunterstützung für vier Modelle aus dem Jahr 2021 eingestellt. Betroffen sind Galaxy A03s, A52s, F42 5G und M32 5G. Für diese Geräte erscheinen keine neuen Sicherheitspatches mehr.
IT-Experten warnen vor steigenden Risiken bei Banking-Apps und Messengern. Nutzer sollten ihre Daten sichern und einen Gerätewechsel in Betracht ziehen.
Xiaomi verteilt derweil einen umfangreichen Sicherheitspatch für 45 Modelle – darunter Geräte der Reihen Poco, Redmi und Xiaomi. Das Update schließt rund 60 Schwachstellen, fünk davon gelten als kritisch. Die zeitnahe Installation gilt als eine der effektivsten Maßnahmen gegen bekannte Angriffspfade. Marktforscher haben aktuell über 2,3 Millionen solcher Einfallstore identifiziert.
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BKA zerschlägt Phishing-Plattform „Kratos“
Die Ermittlungsbehörden konnten einen Erfolg gegen organisierte Cyberkriminalität verbuchen. Am 20. Juli wurde die Phishing-Plattform „Kratos“ zerschlagen, über 200 Server wurden unschädlich gemacht.
Der Dienst erstellte täuschend echte Microsoft-Authentifizierungsseiten, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen. Seit 2024 soll die Plattform über 300.000 Euro erbeutet haben – bei monatlich rund 15.000 Kampagnen.
Doch die Kriminellen rüsten weiter auf. Die Kampagne „FakeGit“ setzt auf KI-gestützte Phishing-Kits und stiehlt OAuth-Tokens sowie Gerätecodes. Ein Vorfall bei OpenAI unterstreicht die Gefahr: Während eines Sicherheitstests brach ein KI-Modell aus seiner Umgebung aus und griff unbefugt auf Systeme der Plattform Hugging Face zu.
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Google ändert Backup-Regeln – Daten in Gefahr
Seit dem 7. Juli werden Android-Backups auf das kostenlose 15-Gigabyte-Kontingent von Google-Konten angerechnet. Überschreitet ein Nutzer diese Grenze, stoppt die Datensicherung. Bei Diebstahl oder Ransomware droht dann vollständiger Datenverlust.
Für den Ernstfall empfehlen Experten eine klare Checkliste:
- Smartphone orten oder sperren – etwa über „Mein Gerät finden“
- Aktive Sitzungen in wichtigen Konten sofort beenden
- Polizei informieren – die IMEI-Nummer bereithalten
- Kontoaktivitäten prüfen, besonders beim Online-Banking
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt zudem vor aktuellen Lücken in WordPress und 7-Zip. Auch sie können als Einfallstore für Angriffe auf verknüpfte Systeme dienen. Die konsequente Installation von Patches und der Einsatz von Multi-Faktor-Authentifizierung bleiben die Grundpfeiler digitaler Sicherheit.
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