Smartphone-Malware: Werksreset hilft gegen Cubot-Schadsoftware nicht
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kriminelle haben es zunehmend auf Mobilgeräte abgesehen – sowohl physisch als auch digital. Organisierte Banden und hochentwickelte Schadsoftware setzen Nutzer und Behörden gleichermaßen unter Druck.
Einbruch in Ennepetal: Smartphones als Beute
Am frühen Samstagmorgen drangen mehrere Täter gewaltsam in einen Elektronikfachmarkt in Ennepetal ein. Ihr Ziel: gezielt Mobiltelefone. Mit der Beute flüchteten die Unbekannten, die Polizei sucht nun nach Zeugen.
Auch im Alltag lauern Gefahren. In Luxemburg-Stadt hielten Passanten am Freitagabend einen mutmaßlichen Dieb fest, der zuvor ein Handy gestohlen hatte. Ihm werden weitere Diebstähle in Einzelhandelsgeschäften vorgeworfen.
Das Ausmaß organisierter Kriminalität zeigt sich besonders bei Großveranstaltungen. Bei einem Musikfestival in Belgien wurden zwei Männer verurteilt, die für den Diebstahl von rund 60 Telefonen verantwortlich sein sollen.
Reisebanden und ihre Tricks
An Knotenpunkten wie dem Flughafen Palma beobachten Sicherheitskräfte reisende Diebesbanden. Sie arbeiten arbeitsteilig und nutzen Sicherheitslücken in Verkaufsbereichen – ihre Taten führen sie innerhalb kürzester Zeit aus. Experten fordern deshalb eine engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Behörden.
Schadsoftware: Werksreset hilft nicht
Die digitale Bedrohung wächst ebenfalls rasant. Laut Cisco Talos war Phishing im zweiten Quartal 2026 für über 50 Prozent aller Sicherheitsvorfälle verantwortlich. Besonders tückisch: Eine Schadsoftware namens „com.android.sys.extplv“ hat sich tief im Betriebssystem bestimmter Smartphone-Modelle von Cubot und Doogee verankert. Selbst ein Werksreset entfernt sie nicht.
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Ein Marktbericht von Gen zeigt für das erste Halbjahr 2026 alarmierende Zahlen für Deutschland:
- Dropper-Software: plus 160 Prozent
- Trojaner: plus 145 Prozent
- Betrug in Online-Shops: plus 134 Prozent
- Phishing: plus 47 Prozent
Besonders perfide ist das sogenannte Device-Code-Phishing. Angreifer umgehen damit die Multi-Faktor-Authentisierung (MFA), um an Microsoft-Dienste und Cloud-Umgebungen zu gelangen. Microsoft warnt vor einer globalen Kampagne, die unter anderem Hotel-WLANs kompromittiert.
Polizei setzt auf Kontrolle und Prävention
In Nordrhein-Westfalen führten hunderte Beamte am Freitagabend Personenkontrollen in der Düsseldorfer Altstadt durch – zur Durchsetzung des Waffenverbots. Innenminister Herbert Reul betonte, dass jede sichergestellte Waffe zur Sicherheit beitrage. Auch Duisburg und Mönchengladbach erlebten koordinierte Schwerpunkteinsätze.
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Fachleute raten zur Vorsicht bei öffentlichen WLAN-Netzwerken und empfehlen phishing-resistente Authentisierungsmethoden. Da die Zahl der Wohnungseinbrüche 2025 um 5,7 Prozent auf über 82.000 Fälle stieg, gewinnen auch physische Sicherungen wie Tracker an Bedeutung. Die Polizei warnt zudem vor falschen Paketboten und angeblichen Bankmitarbeitern, die gezielt Bankkarten und PINs erbeuten wollen.
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