Smartphone-Diebstahl: Wucherring vergibt Kredite mit 608 Prozent Zinsen
15.06.2026 - 22:37:14 | boerse-global.de
Sie hatte zehn gestohlene Smartphones übernommen und weiterverkauft – mit einem Gewinn von rund 70 Euro pro Gerät.
Die Angeklagte holte die Ware in einer Postfiliale in Lustenau ab. Die Geräte stammten von einem Unternehmen, bei dem der Haupttäter früher gearbeitet hatte. Dieser war bereits zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro und 8.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden.
Das Gericht beendete das Verfahren diversionell. Die Frau muss 7.000 Euro Geldbuße zahlen, zeigte sich aber teilweise geständig. Der Fall zeigt: Der Handel mit gebrauchter Elektronik aus unklaren Quellen birgt erhebliche rechtliche Risiken.
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Organisierte Diebstähle in der Logistikkette
Auch in der Schweiz schlagen die Behörden zu. Im Kanton Luzern nahm die Polizei Mitte Juni ein Ehepaar fest. Ihnen werden insgesamt 83 Delikte vorgeworfen.
Der 51-jährige Ehemann arbeitete als Lastwagenchauffeur und öffnete systematisch Pakete – gemeinsam mit seiner Partnerin. Neben Schmuck und Kleidung hatten es die Täter vor allem auf hochwertige Smartphones abgesehen. Der Gesamtschaden: über 135.000 Franken. Bei einer Hausdurchsuchung stellte die Polizei mutmaßliches Diebesgut sicher. Gegen die Verdächtigen wurde Untersuchungshaft beantragt.
iCloud als Druckmittel – Kredite mit 608 Prozent Zinsen
Doch nicht nur physischer Diebstahl ist ein Problem. In Vietnam zerschlugen Ermittler einen Wucherring, der Smartphones als Druckmittel einsetzte. Die Täter vergaben Kredite mit Zinssätzen von bis zu 608 Prozent pro Jahr.
Die Bedingung für die Auszahlung: Die Kreditnehmer mussten ihre Geräte mit iCloud-Konten verknüpfen, die von den Hintermännern kontrolliert wurden. So erlangten die Täter die vollständige Fernkontrolle über die iPhones. Über 1.500 Kunden sind betroffen, das Kreditvolumen liegt bei mehr als 45 Milliarden VND.
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Fernwartungssoftware: 50.000 Euro Schaden in Thüringen
Auch in Deutschland schlagen Sicherheitsbehörden Alarm. In Thüringen gelangten Betrüger per Fernwartungssoftware auf das Smartphone eines Nutzers. Sie nahmen im Namen des Opfers Kredite auf und transferierten rund 50.000 Euro auf Krypto-Wallets.
Die Kriminalpolizei Gera ermittelt und warnt: Bei der Installation unbekannter Software auf dem Smartphone ist höchste Vorsicht geboten.
