Smartphone-Diebstahl: Google sperrt Geräte automatisch bei Gewalt
04.06.2026 - 08:59:49 | boerse-global.de
Die Polizei warnt vor einer neuen Masche: Kriminelle Paare beobachten gezielt Kunden in Bankfilialen und schlagen unmittelbar nach der Abhebung zu. Die Täter lenken ihre Opfer mit Fragen nach dem Weg, der Bitte um Münzwechsel oder dem Hinweis auf angeblichen Geldverlust ab. In diesem Moment entwenden sie Handtaschen, Portemonnaies oder Schmuck.
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Ähnliche Fälle in ganz Deutschland
Die Masche ist kein Einzelfall. In Germering riss ein Unbekannter einer Seniorin direkt nach der Bargeldabhebung die Handtasche weg und flüchtete mit einem Moped. In Burgdorf umarmte ein Täter eine Passantin unter dem Vorwand, ihr ein Schmuckgeschenk machen zu wollen – dabei stahl er ihre Halskette.
Android-Updates gegen Diebstahl
Google reagiert auf die zunehmende Kriminalität mit neuen Sicherheitsfunktionen für Android-Smartphones. Eine Diebstahlerkennungssperre nutzt die Gerätesensoren, um ruckartige Bewegungen zu identifizieren – typisch für das gewaltsame Entreißen eines Telefons. In solchen Fällen sperrt sich der Bildschirm automatisch.
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Eine Fernsperre funktioniert zudem ohne eingelegte SIM-Karte. Im Laufe des Monats sollen weitere Funktionen folgen: Künstliche Intelligenz erkennt dann betrügerische Anrufe mit gefälschten Banknummern und beendet sie eigenständig. Pixel-Smartphones und Geräte ab Android 12 erhalten die Updates schrittweise.
96.400 Fälle von Kontobetrug
Die neuen Schutzsysteme kommen nicht zu früh. Das Bundeskriminalamt registrierte im vergangenen Jahr rund 96.400 Fälle von Betrug rund um Konten und Zahlungskarten – ein Plus von fünf Prozent. Neben dem physischen Diebstahl nach Bankbesuchen setzen Kriminelle vor allem auf Phishing-Mails, manipulierte SMS und gefälschte Anrufe.
Ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz stärkt dabei die Position der Kunden. Bei nicht autorisierten Echtzeitüberweisungen nach Phishing-Angriffen haften die Banken – es sei denn, sie können dem Kunden grobe Fahrlässigkeit nachweisen.
So schützen Sie sich
Die Polizei rät zu erhöhter Wachsamkeit. Halten Sie Abstand zu fremden Personen, verstauen Sie Bargeld diskret in Innentaschen und zählen Sie es nicht öffentlich nach. Bei Ablenkungsversuchen: Hilfe holen und sofort die Polizei informieren. Bei Verdacht auf Datenmissbrauch hilft der Sperr-Notruf 116 116.
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