Smartphone-Betrug, Kriminelle

Smartphone-Betrug: Kriminelle nutzen eingefrorene Bildschirme für UPI-Diebstahl

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 23:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Manipulierte Bildschirme führen zur Installation schädlicher APKs, die SMS-Codes auslesen und Fernzugriff auf Smartphones ermöglichen können.

Cyberbetrug mit eingefrorenem Smartphone zielt auf Bankdaten
Ein dunkler, minimalistischer Flur in einer Wohnung bei Dämmerung, der eine Atmosphäre von Anspannung vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

In der digitalen Finanzwelt zeichnet sich eine neue, raffinierte Taktik von Cyberkriminellen ab, die gezielt auf die Manipulation von Smartphone-Nutzern setzt.

Berichten vom 7. September 2026 zufolge nutzen Angreifer technisch manipulierte Bildschirmsperren, um Opfer zur Installation bösartiger Software zu verleiten. Das primäre Ziel dieser Angriffe ist die Entwendung von sensiblen Zugangsdaten wie UPI-PINs und Einmalpasswörtern (OTPs), um unbefugte Finanztransaktionen zu tätigen.

Mechanismus der Ablenkung und Manipulation

Die Betrugsmasche beginnt laut Sicherheitsanalysen zumeist mit manipulierten Werbeanzeigen oder Links in sozialen Medien. Sobald ein Nutzer auf diese Inhalte klickt, sorgt eine im Hintergrund agierende Malware dafür, dass der Bildschirm des Mobilgeräts scheinbar einfriert. In der daraus resultierenden Verunsicherung des Nutzers folgt der nächste Schritt der Angreifer: Ein vermeintlicher Kundendienst kontaktiert das Opfer telefonisch.

In diesen Gesprächen geben sich die Kriminellen als Support-Mitarbeiter aus und bieten Hilfe bei der Behebung des technischen Problems an. Die Lösung besteht laut den Betrügern darin, eine spezifische APK-Datei herunterzuladen und zu installieren.

Experten warnen jedoch eindringlich davor, dass der eingefrorene Bildschirm lediglich als Ablenkungsmanöver dient, um den Nutzer unter Druck zu setzen und die Installation der Schadsoftware zu erzwingen.

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Riskante Berechtigungen und Remote-Zugriff

Die zur Installation angebotenen APK-Dateien fordern nach ihrer Ausführung weitreichende Berechtigungen auf dem Endgerät an. Besonders kritisch sind dabei die Zugriffsrechte auf SMS-Nachrichten, Benachrichtigungen sowie die sogenannten Accessibility-Dienste (Eingabehilfen). Durch diese Berechtigungen ist die Malware in der Lage, eingehende OTPs für Banktransaktionen in Echtzeit mitzulesen und laufende Aktivitäten auf dem Smartphone zu überwachen.

Zudem gewährt die bösartige Software den Hintermännern oft einen vollständigen Remote-Zugriff auf das Gerät. Dies ermöglicht es den Tätern, Transaktionen im Namen des Nutzers durchzuführen, während dieser glaubt, lediglich ein technisches Problem an seinem Gerät zu beheben.

Banken haben in diesem Zusammenhang klargestellt, dass offizielle Institute ihre Kunden niemals dazu auffordern, Apps für den Fernzugriff zu installieren oder sensible Sicherheitsmerkmale per Telefon oder über Drittanbieter-Apps preiszugeben.

Empfehlungen der Sicherheitsbehörden

Angesichts der steigenden Gefahr durch diese Methode haben Behörden detaillierte Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Sollte ein Smartphone-Bildschirm nach dem Interagieren mit einer Anzeige oder einem Link einfrieren, wird dazu geraten, umgehend die mobile Datenverbindung sowie das WLAN zu deaktivieren, um die Kommunikation der Malware mit den Servern der Angreifer zu unterbrechen.

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Des Weiteren mahnen Experten zur äußersten Vorsicht beim Umgang mit persönlichen Identifikationsnummern. UPI-PINs oder OTPs dürfen unter keinen Umständen mit Personen geteilt werden, die sich als Support-Mitarbeiter ausgeben. Falls bereits verdächtige Anwendungen installiert wurden, sollten diese sofort vom Gerät entfernt werden.

Zur Meldung von Betrugsfällen oder entsprechenden Versuchen verweisen die Behörden auf die spezialisierte Hotline unter der Nummer 1930. Durch eine frühzeitige Meldung können betroffene Konten schneller gesperrt und weitere finanzielle Schäden verhindert werden.

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