Smartphone-Betrug, Betrugsversuche

Smartphone-Betrug: 90 Prozent der Betrugsversuche laufen mobil

Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BioCatch meldet mehr mobile Betrugsfälle; gefälschte Jobangebote nahmen um 258 Prozent zu, Anlagebetrug verursachte die höchsten Durchschnittsverluste.

BioCatch-Bericht: 90 Prozent der Betrugsversuche erfolgen mobil
Abstrakte Darstellung digitaler Netzwerke und Verbindungen in einem dunklen, technologisch geprägten Raum. Illustration mit AI erstellt.

Der überwiegende Teil digitaler Betrugsversuche verlagert sich zunehmend auf Smartphones und Tablets. Im aktuellen Global Scams Report des Betrugserkennungsanbieters BioCatch entfielen 90 Prozent der erfassten Betrugsversuche auf Mobilgeräte. Dies entspricht einem Anstieg um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2025. Grundlage der Erhebung sind Daten von mehr als 370 Finanzinstituten mit über 760 Millionen Kunden auf fünf Kontinenten.

Auch beim nicht autorisierten Betrug dominiert der mobile Kanal. Dem Bericht zufolge lag der Anteil von Mobilgeräten in diesem Bereich bei 75 Prozent. Insgesamt nahmen die gemeldeten Betrugsversuche weltweit gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent zu, nachdem der Zuwachs im Vorjahresbericht noch bei 65 Prozent gelegen hatte.

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Starkes Wachstum bei Job- und Anlagebetrug

Besonders drastisch fiel der Anstieg bei bestimmten Betrugsmethoden aus. Die Zahl der gemeldeten Opfer von gefälschten Stellenangeboten nahm laut der Auswertung um 258 Prozent zu. Beim sogenannten Liebesbetrug verzeichnete BioCatch einen Zuwachs von 23 Prozent. Kaufbetrug stellte unterdessen das häufigste Szenario dar und machte rund ein Drittel aller erfassten Fälle aus.

Finanziell richtet der Anlagebetrug den größten Schaden an. Betroffene verloren bei Investmentbetrugsfällen im Durchschnitt 6.600 US-Dollar. Diese Schadenssumme lag fast fünfmal so hoch wie der Durchschnitt aller im Bericht erfassten Betrugsarten.

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Datenbasis und verhaltensbasierte Erkennung

Das Unternehmen ordnete die Zahlen ausdrücklich in den Rahmen seines eigenen Kundennetzwerks ein. Die Datenbasis erstreckt sich auf mehr als 760 Millionen Nutzer in 21 Ländern und spiegelt nicht das gesamte weltweite Betrugsaufkommen wider.

Nach eigenen Angaben analysiert BioCatch monatlich 19 Milliarden Nutzersitzungen. Mithilfe von verhaltensbasierter Intelligenz sollen Manipulationen und verdächtige Verhaltensmuster bereits vor der eigentlichen Zahlungsfreigabe erkannt werden, um finanzielle Schäden frühzeitig abzuwenden.

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