Smartphone-Akkus: Chrome frisst 17,8% – diese Apps sind Stromfresser
29.05.2026 - 03:32:01 | boerse-global.deDie Smartphone-Branche kämpft gleich an zwei Fronten gegen schwächelnde Akkus: Während Apple und Samsung mit neuen Beta-Versionen die Energieeffizienz ihrer Betriebssysteme verbessern, locken Zubehör-Hersteller mit günstigen Schnelllade-Lösungen. Doch Experten warnen: Oft liegt das Problem an ganz alltäglichen Gewohnheiten.
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iOS 26.6 und One UI 9.0: Der Kampf um jedes Milliwatt
Am 27. Mai veröffentlichte Apple die erste Beta von iOS 26.6 für Entwickler. Der Fokus liegt nicht auf neuen Funktionen, sondern auf Leistungsoptimierungen und Fehlerbehebungen. Ein entscheidendes Detail: Das Update enthält ein verbessertes Modem-Firmware-Update, das die Netzstabilität erhöhen soll. Das klingt unspektakulär, hat aber einen direkten Effekt auf die Akkulaufzeit. Denn je effizienter ein Smartphone mit wechselnden Funklöchern umgeht, desto weniger Energie verpufft unnötig.
Parallel dazu brachte Samsung die zweite Beta von One UI 9.0 auf Basis von Android 17 für die Galaxy-S26-Serie. Das koreanische Unternehmen setzt auf einen minimalistischen Look: Überflüssige Beschreibungen fallen weg, visuelle Elemente werden kompakter dargestellt. Dazu kommt ein Sicherheitspatch für Juni 2026. Besonders spannend: Samsung hat die Hintergrundprozesse der Routines-App und des GPUWatch-Tools optimiert – zwei bekannte Stromfresser früherer Versionen.
Die heimlichen Stromfresser im Alltag
Eine technische Analyse Ende Mai zeigt: Hintergrundaktivitäten sind der größte Feind jedes Smartphone-Akkus. Auf den Galaxy-S26-Geräten entpuppte sich Google Chrome als wahrer Energieschleuder: Rund 17,8 Prozent der Akkukapazität verbrauchte der Browser – bei gerade einmal neun Minuten aktiver Bildschirmzeit. Noch krasser ist das Missverhältnis bei Messengern: WhatsApp lief über zwei Stunden im Hintergrund, während die tatsächliche Nutzung nur drei Minuten betrug.
Die Lösung ist simpel, aber wirkungsvoll: Nicht benötigte Apps in den Schlaf- oder Tiefschlafmodus versetzen. Wer diese Einstellung in den Systemeinstellungen vornimmt, kann die Laufzeit seines Geräts deutlich verlängern. Allgemeine Wartungstipps vom 28. Mai raten zudem zu gedimmter Bildschirmhelligkeit, standortbezogenen Diensten nur bei aktiver Nutzung und deaktiviertem Hintergrund-Refresh für unwichtige Anwendungen.
Günstige Akku-Packs und der Blick auf die Konkurrenz
Der Hardware-Markt reagiert auf den Energiehunger der Nutzer. Ende Mai lockten Händler mit deutlichen Rabatten auf Magnet-Powerbanks. Apples iPhone Air MagSafe-Akku, der 65 Prozent zusätzliche Ladung und 12 Watt Schnellladung bietet, fiel im Preis auf umgerechnet rund 54 Euro. Auch Ankers Qi2-zertifizierter 10.000-mAh-MagGo-Akku mit 15 Watt kabelloser Ladung war für Mitglieder für etwa 62 Euro zu haben.
Spannend wird der Blick in die Zukunft: Das iPhone 18 Pro Max, das für September 2026 erwartet wird, soll einen A20-Pro-Chip im 2-Nanometer-Verfahren erhalten. Das verspricht eine um 30 Prozent höhere Effizienz. Die Akkukapazität könnte zwischen 5.100 und 5.200 mAh liegen. Klingt viel? Ein Marktvergleich vom 28. Mai zeigt: Chinesische Hersteller wie Oppo mit dem Find X9 Pro oder Honor mit dem Magic 8 Pro bieten bereits heute Akkus über 7.000 mAh – kombiniert mit Ladeleistungen zwischen 80 und 100 Watt.
Wenn Updates Probleme machen
Doch nicht immer bringen Software-Updates nur Vorteile. Am 27. Mai häuften sich Berichte über Android 15, das bei einigen Samsung-Galaxy-Nutzern zu Akkuproblemen und Systemverzögerungen führte. Samsung bestätigte die Probleme und verwies auf Software- und Hardware-Inkompatibilitäten. Ein Fix ist in Arbeit. Wer nach einem Update unter Stromproblemen leidet, dem raten Techniker: Eine Woche abwarten. Denn das System muss zunächst alle Daten neu indizieren – das kostet Energie. Erst danach sollte man über eine Reparatur nachdenken.
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Vorsicht vor angeblichen Tricks
Ein kurioser Fall sorgte am 27. Mai für Aufsehen: Im Netz kursierte ein angeblicher Wartungstrick, der das Datum des Geräts auf 2027 stellen und den Flugmodus aktivieren sollte. Die Idee dahinter: Systemdatenverbrauch reduzieren. Experten warnen eindringlich vor dieser Methode. Sie bringe nur kurzfristige Effekte, störe aber wichtige Dienste wie die Bildschirmzeit und gefährde die Systemstabilität. Die offiziellen Empfehlungen sind deutlich sinnvoller: Nicht genutzte Apps auslagern und Browser-Caches regelmäßig leeren.
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