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Smarte Brillen: iFlytek bringt 122-Sprachen-Übersetzer ab 15. Juni

02.06.2026 - 04:16:10 | boerse-global.de

Acer präsentiert auf der Computex 2026 eine AR-Brille und KI-Datenbrille. Der Markt für Smart Glasses wächst rasant, während Meta aggressiv plant und Apple zögert.

Smarte Brillen: iFlytek bringt 122-Sprachen-Übersetzer ab 15. Juni - Bild: über boerse-global.de
Smarte Brillen: iFlytek bringt 122-Sprachen-Übersetzer ab 15. Juni - Bild: über boerse-global.de

Nach der Computex 2026 in Taipeh drängt nun auch Acer mit zwei neuen Modellen in den Markt. Der taiwanesische Konzern will sowohl im Bereich Augmented Reality als auch bei KI-gestützten Datenbrillen punkten – und trifft damit auf eine Branche, die rasant wächst.

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Zwei Modelle für unterschiedliche Zielgruppen

Auf der Computex Ende Mai präsentierte Acer gleich zwei Geräte. Die AR Vision GR0 (auch GR100F genannt) ist eine kabelgebundene AR-Brille mit zwei microOLED-Displays und einer Auflösung von 1080p. Mit gerade einmal 69 Gramm projiziert sie ein virtuelles Bild, das einem 172-Zoll-Bildschirm entspricht. Der Preis: rund 500 Dollar beziehungsweise 599 Euro in Europa.

Das zweite Modell, die GI0 AI Glasses (GI100), setzt auf Leichtbau und Assistenzfunktionen. Die 46 Gramm schwere Brille verzichtet auf komplexe Optik, integriert dafür Googles KI Gemini und eine 12-Megapixel-Kamera. 32 Gigabyte interner Speicher sind an Bord. Der Einstiegspreis liegt bei rund 300 Dollar oder 399 Euro.

Der Verkauf startet sofort in Nordamerika. Australien folgt im dritten Quartal 2026, die EMEA-Region – also Europa, Naher Osten und Afrika – im vierten Quartal.

Asiatische Konkurrenz drängt in den Markt

Acer ist nicht allein. Bereits Ende Mai brachte Rokid seine Smart Glasses in Australien auf den Markt. Die 49-Gramm-Brille bietet duale Micro-LED-Displays mit 1500 Nits Helligkeit – und die Freiheit, zwischen ChatGPT und Google Gemini als KI-Assistenten zu wählen.

Auf der BEYOND Expo in Macau präsentierte iFlytek ein weiteres Modell. Die 40 Gramm schwere KI-Brille übersetzt in Echtzeit 122 Sprachen, gesteuert durch einen KI-Agenten namens GlassClaw. Der Preis liegt bei 635 Dollar, der Vorverkauf startet am 15. Juni.

Auch Xreal mischt mit. Der Konzern bringt eine Submarke namens X by Xreal auf den Markt. Das erste Modell, die a01, kommt im Juli 2026 in den USA für 299 Dollar auf den Markt. Mit 62 Gramm, 1600 Nits Helligkeit und HDR10-Support setzt sie auf hohe Bildqualität. Xreal setzt dabei auf eine langfristige Partnerschaft mit Google und Qualcomm – und hofft auf den Durchbruch durch die Kombination von leichter Hardware und KI-Assistenten.

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Metas aggressiver Plan – Apples Verzögerung

Während kleinere Hersteller aufs Tempo drücken, zeichnen sich bei den Branchengrößen unterschiedliche Strategien ab. Meta plant einem Bericht zufolge einen aggressiven Vorstoß in der zweiten Jahreshälfte 2026. Internes Ziel: zehn Millionen verkaufte Geräte. Eine durchgesickerte Roadmap zeigt vier Modelle für 2026: Im Juni kommt ein Gerät namens Modelo, gefolgt von Luna und einem Refresh der bestehenden Ray-Ban-Partnerschaftsbrille im Herbst. Im Dezember soll das Premium-Modell Mojito VIP folgen.

Apple hingegen bremst. Der iPhone-Konzern hat seine Pläne für dedizierte KI-Smart-Glasses einem Bericht zufolge auf Ende 2027 verschoben. Ursprünglich war ein Start 2026 oder Anfang 2027 erwartet worden. Apples Strategie zielt auf das Preissegment zwischen 200 und 500 Dollar ab – und setzt auf das bestehende Ökosystem von zwei Milliarden aktiven Geräten. Die Vermarktung soll ähnlich laufen wie bei der Apple Watch.

Markt wächst rasant – Gewicht und KI entscheiden

Die Branche erlebt einen regelrechten Boom. Im zweiten Halbjahr 2025 wuchs der Markt für Smart Glasses im Jahresvergleich um 139 Prozent. Dieser Schwung zwingt etablierte Hardware-Hersteller dazu, direkt mit spezialisierten AR-Unternehmen zu konkurrieren. Der Fokus liegt auf zwei entscheidenden Faktoren: geringeres Gewicht und bessere KI-Integration.

Ob sich die smarte Brille endgültig durchsetzt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Eines ist jedoch klar: Der Wettbewerb wird härter, die Technik besser – und die Preise könnten für Verbraucher interessant bleiben.

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