Slowenischer Staatsserver gehackt: Mehr als 15.000 Benutzerdatensätze erbeutet
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 22:54 Uhr | Redaktion boerse-global.deNach einem Sicherheitsvorfall in den IT-Systemen der slowenischen Staatsverwaltung haben die zuständigen Behörden umfassende Schutzmaßnahmen eingeleitet. Unbekannte Angreifer verschafften sich über einen kompromittierten Webserver einer staatlichen Stelle unbefugten Zugriff auf Kontodaten von Beschäftigten.
Wie Medien am 1. November 2026 unter Berufung auf das slowenische Regierungsamt für Informationssicherheit (URSIV) berichteten, wurde der betroffene Server umgehend vom behördlichen Netzwerk isoliert.
Aus dem betroffenen Domino-System erbeuteten die Angreifer nach Angaben der URSIV mehr als 15.000 Benutzerdatensätze. Unter dem abgeflossenen Datenbestand befinden sich 7.216 Datensätze mit gehashten Passwortwerten. Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörde besteht das Risiko, dass Angreifer aus diesen kryptografischen Werten in bestimmten Fällen die ursprünglichen Passwörter rekonstruieren können.
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Als direkte Reaktion forderte die URSIV alle betroffenen Nutzerinnen und Nutzer zu einer unverzüglichen Änderung ihrer Passwörter auf. Die Behörde warnte davor, dass kompromittierte Zugangsdaten auch für Folgeangriffe genutzt werden könnten.
Aus diesem Grund empfahl die Behörde den Beschäftigten, identische oder ähnliche Passwörter, die möglicherweise bei anderen internen oder externen Diensten zum Einsatz kommen, ebenfalls auszutauschen. Zudem riet das Amt ausdrücklich dazu, konsequent auf eine Multi-Faktor-Authentifizierung zu setzen, um unbefugte Anmeldeversuche wirksam zu blockieren.
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Analyse durch SIGOV-CERT dauert an
Über den Vorfall, der sich in der Hauptstadt Ljubljana ereignete, hatte das slowenische Portal 24ur.com als erstes Medium berichtet. Das für den staatlichen Sektor zuständige Cybersicherheitszentrum SIGOV-CERT setzt die technische forensische Analyse des Vorfalls weiter fort.
Nach Angaben des Teams ist das gesamte Ausmaß möglicher Folgemissbräuche der entwendeten Daten zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht ersichtlich. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und den Verantwortlichen des Angriffs laufen.
