SLE-Infektionen: Jeder zweite Patient betroffen, Schub-Risiko 7,4-fach erhöht
15.06.2026 - 04:12:09 | boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Metaanalyse im Fachjournal JEADV, die 74 Studien mit über 29.000 Patienten auswertete.
Die Folgen sind gravierend: Eine Infektion erhöht das Risiko für einen nachfolgenden Lupus-Schub um das 7,4-Fache. Besonders betroffen sind Patienten mit Lupusnephritis. Ein Rheumatologie-Update-Seminar im Juni betonte daher: Infektionsprävention gehört fest in den Therapieplan.
Gürtelrose-Raten unterscheiden sich deutlich
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Bei den Biologika zeigen sich große Unterschiede. Die 3-Jahres-Rate für Gürtelrose lag unter Anifrolumab bei 38,3 Prozent – unter Belimumab dagegen bei nur 21,3 Prozent. Als Schutzmaßnahme gegen Zoster-Infektionen unter Anifrolumab kommt Valaciclovir zum Einsatz.
Eine medikamentöse Prophylaxe wirkt: Die 180-tägige Gabe von TMP-SMX senkt das Risiko für schwere Infektionen deutlich (Hazard Ratio 0,48). Auch bei Vaskulitiden zeigt sich dieser Schutz.
Neue Wirkstoffe in der Pipeline
Auf dem EHA-Kongress in Stockholm präsentierte Cogent Biosciences präklinische Daten zu CGT1145. Der selektive JAK2-V617F-Inhibitor weist eine mehr als 100-fache Selektivität auf. Ein IND-Antrag ist noch für 2026 geplant.
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Die Forschung zu Autoantikörpern gegen IL-1Ra bei der Still-Krankheit liefert neue Marker für Immun-Dysregulation. Allerdings fehlt noch eine Standardisierung der Testverfahren.
Sparpaket betrifft auch Lupus-Therapie
Ab 2027 plant die Bundesregierung ein Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung. Die Entlastung von mindestens 16,3 Milliarden Euro wird auch den finanziellen Rahmen für künftige Therapien beeinflussen.
