Skala-KI, CP2K

Skala-KI in CP2K: Microsoft optimiert Quantensimulationen radikal

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 12:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsofts KI-Modell Skala ist in CP2K integriert und ermöglicht präzisere, effizientere Simulationen großer Moleküle. Die Zusammenarbeit mit dem HZDR erzielt erste Erfolge.

Microsofts KI-Modell Skala revolutioniert Materialforschung durch CP2K-Integration
Ein Forscher betrachtet eine komplexe 3D-Visualisierung einer Molekülstruktur auf einem hochmodernen Computerbildschirm. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Forschungsabteilung von Microsoft für künstliche Intelligenz in der Wissenschaft hat einen bedeutenden Fortschritt in der computergestützten Materialforschung erzielt. Das KI-Modell Skala ist ab sofort über das Open-Source-Softwarepaket CP2K verfügbar.

Diese Integration soll die Art und Weise, wie komplexe molekulare Systeme simuliert werden, grundlegend optimieren, indem sie eine höhere Genauigkeit mit einer gesteigerten Recheneffizienz verbindet.

Die Bereitstellung von Skala innerhalb der CP2K-Umgebung adressiert eine der zentralen Herausforderungen in der Quantenchemie: die präzise Modellierung großer molekularer Strukturen, die mit herkömmlichen Methoden oft einen prohibitiv hohen Rechenaufwand erfordern. Durch den Einsatz des spezialisierten KI-Modells lassen sich nun Simulationen durchführen, die zuvor aufgrund ihrer Skalierungseigenschaften technisch schwer umsetzbar waren.

Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Die technische Umsetzung und Integration von Skala in CP2K ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Microsoft Research AI for Science und dem Center for Advanced Systems Understanding (CASUS). CASUS ist ein Institut des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und steuerte seine Expertise in der datenintensiven Systemforschung bei.

Die Partnerschaft zwischen den Forschungseinrichtungen begann bereits Anfang des Jahres. Ziel dieser Kooperation war es, moderne KI-Methoden direkt in etablierte wissenschaftliche Software-Werkzeuge zu überführen, um der internationalen Forschungsgemeinschaft leistungsfähigere Tools für die atomistische Simulation an die Hand zu geben. Die nun erfolgte Veröffentlichung markiert einen ersten operativen Meilenstein dieser Allianz.

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Mitte August wurden die ersten Ergebnisse der Skala-CP2K-Kollaboration der Fachöffentlichkeit präsentiert. Die vorgestellten Daten belegen, dass die Integration des KI-Modells zu einer deutlichen Verbesserung der Simulationsgüte führt.

Insbesondere bei Systemen mit einer hohen Anzahl an Atomen zeigt Skala seine Stärken, da es die physikalischen Wechselwirkungen präziser abbildet als bisherige Näherungsverfahren, während die benötigte Rechenzeit reduziert wird.

Dieser Effizienzgewinn ist für die pharmazeutische Forschung und die Materialwissenschaften von hoher Relevanz. In diesen Feldern hängt der Erfolg oft davon ab, wie schnell und exakt die Eigenschaften neuer Wirkstoffe oder Werkstoffe auf molekularer Ebene vorhergesagt werden können. Die Integration in CP2K stellt sicher, dass Forscher weltweit diese neuen Funktionen in ihren bestehenden Arbeitsabläufen nutzen können.

Erweiterung auf Festkörper und Flüssigkeiten geplant

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Nach der erfolgreichen Implementierung für molekulare Systeme haben die Projektpartner bereits die nächsten Ausbaustufen definiert. Geplant ist, den Anwendungsbereich von Skala über isolierte Moleküle hinaus zu erweitern. In künftigen Entwicklungszyklen soll das Modell so angepasst werden, dass es auch periodische Festkörper und Flüssigkeiten mit derselben Präzision simulieren kann.

Diese Erweiterung würde die Anwendungsmöglichkeiten auf Bereiche wie die Batterieforschung, die Halbleiterentwicklung oder die Untersuchung von Katalyseprozessen in flüssigen Medien ausdehnen. Damit positioniert sich die Zusammenarbeit zwischen Microsoft und dem Helmholtz-Zentrum als langfristig angelegtes Projekt an der Schnittstelle von Hochleistungsrechnen und künstlicher Intelligenz, das die Grenzen der digitalen Materialforschung kontinuierlich verschieben soll.

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