Siri AI: EU-Sperre blockiert iPhone-Version ab Herbst 2026
16.06.2026 - 12:38:28 | boerse-global.de
Siri AI soll mit künstlicher Intelligenz und persönlichem Kontext völlig neue Maßstäbe setzen. Doch für Nutzer in Deutschland und der EU gibt es einen Haken: Die mobilen Versionen für iPhone und iPad bleiben vorerst blockiert.
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EU-Regulierung stoppt Mobileinführung
Der Grund liegt in Brüssel. Die Europäische Kommission entschied am 9. Juni 2026, dass Apples Siri-AI-Implementierung nicht den Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) entspricht. Ein von Apple beantragter 18-monatiger Aufschub zur Anpassung der Systeme wurde abgelehnt.
Die Konsequenz: Während Siri AI im Herbst 2026 weltweit auf den Markt kommt, können deutsche Nutzer die neuen Assistenten-Funktionen zunächst nur auf dem Mac (macOS 27) und der Vision Pro (visionOS 27) nutzen. Auf iOS 27 und iPadOS 27 bleibt die KI-Version von Siri in der EU vorerst gesperrt. Einen konkreten Zeitplan für eine Freigabe gibt es nicht.
So funktioniert die neue Siri-KI
Das System ist darauf ausgelegt, persönliche Zusammenhänge zu verstehen. Siri AI greift auf E-Mails, Nachrichten, Fotos und Dateien zu, um konkrete Aufgaben zu erledigen. Eine neue Siri-App bietet zudem eine Chatbot-Oberfläche mit iCloud-synchronisiertem Verlauf.
Zu den weiteren Funktionen der „Apple Intelligence“-Plattform gehören:
- Visuelle Intelligenz: Verbesserte Kamera-basierte Informationsabfrage
- Image Playground: Werkzeug zur Erstellung fotorealistischer Bilder mit SynthID-Wasserzeichen
- Schreibwerkzeuge: Systemweite Anpassung von Ton und Struktur geschriebener Texte
- Safari-Updates: „Benachrichtige mich“-Funktion und KI-gesteuerte Tab-Verwaltung
Die Verarbeitung erfolgt entweder direkt auf dem Gerät oder über Private Cloud Compute – eine hochsichere Infrastruktur mit Nvidia-Blackwell-GPUs und Intel-TDX-Technologie in der Google Cloud.
Nur aktuelle Hardware kommt mit
Die volle Siri-AI-Erfahrung setzt leistungsstarke Geräte voraus. Kompatibel sind:
- iPhone 15 Pro und neuere Modelle
- iPads und Macs mit mindestens M1-Chip
- Vision Pro mit M2-Chip oder neuer
Die zugrundeliegende Technologie für die fortschrittlichsten Siri-AI-Funktionen stammt von einer maßgeschneiderten Version von Google Gemini. Branchenkreisen zufolge zahlt Apple dafür rund eine Milliarde Euro pro Jahr. Die Partnerschaft folgt auf einen Vergleich im Mai 2026, bei dem Apple 250 Millionen Euro für irreführende Werbung zu früheren Siri-Versionen zahlte.
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iOS 27: Auch ohne KI ein großer Sprung
Trotz der Einschränkungen bringt das neue Betriebssystem mit dem Codenamen „Golden Gate“ auch für deutsche Nutzer spürbare Verbesserungen. Interne Benchmarks versprechen:
- 30 Prozent schnellere App-Starts
- 80 Prozent schnellere AirDrop-Übertragungen
- 70 Prozent schnellere iCloud-Fotos-Synchronisation
Das System bleibt ab dem iPhone 11 kompatibel – allerdings ohne Apple-Intelligence-Funktionen. Eine öffentliche Beta erscheint voraussichtlich im Juli 2026, die finale Version ist für September geplant. Dieser Zeitpunkt fällt übrigens mit dem angekündigten Rücktritt von Apple-CEO Tim Cook zusammen.
