Singapur, RFID-Ausbau

Singapur plant RFID-Ausbau: Bis zu 20 Ampelanlagen für autonome Roboter

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Singapurs Verkehrsbehörde plant RFID-Sensoren für Roboter an Kreuzungen; Tests unterliegen Sicherheitsauflagen und menschlicher Fernaufsicht.

Singapur schreibt RFID-Ampeln für Liefer- und Sicherheitsroboter aus
Moderne Verkehrskreuzung in Singapur mit Ampelmasten und städtischer Infrastruktur bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

Singapurs Landverkehrsbehörde Land Transport Authority (LTA) hat am 21. September 2026 die Ausrüstung von Verkehrskreuzungen mit RFID-Technologie ausgeschrieben. Das Pilotprojekt zielt darauf ab, Liefer- und Sicherheitsrobotern das Überqueren von Straßen zu ermöglichen.

Da den Maschinen physische Arme fehlen, um herkömmliche Anforderungstaster an Ampelmasten zu betätigen, sollen spezielle Sensoren künftig eine digitale Grünanforderung ermöglichen. Fußgänger nutzen die bestehenden Druckknöpfe derweil unverändert weiter.

Pilotprojekt an ausgewählten Kreuzungen

Der initiale Ausschreibungsumfang der Behörde umfasst zunächst vier RFID-Antennen an der Kreuzung von Punggol Way und New Punggol Road. Für das Projekt besteht zudem eine vertragliche Option zur Erweiterung auf bis zu 20 Ampelanlagen. Die ersten vier Einheiten sollen innerhalb eines Monats nach der endgültigen Auftragserteilung montiert werden.

Bei der eingesetzten Technik setzt die LTA auf Langstrecken-UHF-RFID-Antennen, die an ausgewählten Kreuzungen angebracht werden. Weitere vorgesehene Einsatzorte befinden sich unter anderem in der Nähe des Northshore Drive sowie bei Punggol Point Cove.

Trotz der technischen Nachrüstung bleibt das übergeordnete Steuerungssystem der Lichtsignalanlagen unverändert bestehen. Autorisierte Maschinen können durch die Signalübertragung lediglich eine reguläre Grünphase im Verkehrsfluss anfordern, ohne dass die Ampellogik grundlegend modifiziert wird.

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Praxistest im Punggol Digital District

Das Vorhaben ist in das Testumfeld des Punggol Digital District eingebettet, das als größtes Erprobungsgebiet für intelligente Robotik in Singapur fungiert. Dort wird derzeit ein Testlauf mit acht Unternehmen ausgeweitet.

Zu den teilnehmenden Akteuren gehören Grab, DHL, Certis, QuikBot, FieldAI, Thoughtworks, Slamtec und Unitree. Die eingesetzten Einheiten übernehmen vor allem Aufgaben in den Bereichen der Essenslieferung, der Bodenreinigung und der Durchführung von Sicherheits- und Patrouillenfahrten.

Strenge Vorgaben für den autonomen Betrieb

Für die Teilnahme an den Tests im öffentlichen Verkehrsraum hat die LTA verbindliche Richtlinien formuliert. Bevor Roboter am Verkehr teilnehmen dürfen, müssen sie umfassende Sicherheitsprüfungen und Vorabtests absolvieren. Im Betrieb selbst verlangt die Verkehrsbehörde die Einhaltung niedriger Geschwindigkeiten sowie eine hohe Sichtbarkeit, die durch LED-Lichtsignale gewährleistet werden muss.

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Darüber hinaus dürfen sich die Maschinen ausschließlich auf behördlich genehmigten, über Geofencing digital eingegrenzten Routen bewegen. Zu den zentralen Auflagen gehört zudem eine ständige menschliche Fernaufsicht, die jederzeit ein manuelles Eingreifen in das System ermöglicht.

Ergänzend hat die LTA eine verpflichtende Haftpflichtversicherung für alle eingesetzten Einheiten festgeschrieben, um mögliche Risiken im Mischverkehr mit Fußgängern abzusichern.

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