Signal-Test, Xint

Signal-Test von Xint: KI findet drei Absturzfehler in nur einer Stunde

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 22:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Xints System prüft Ministeriumssoftware automatisiert auf Sicherheitslücken und erstellt Patches; ein Signal-Test deckte drei Absturzfehler auf.

DARPA beauftragt Xint mit KI-Analyse von Messaging-Apps
Dunkler Serverraum mit mattschwarzen Serverschränken in einer industriellen, modernen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Verteidigungsforschungsagentur DARPA hat die KI-Sicherheitsfirma Xint mit der automatisierten Analyse von Messaging-Anwendungen des US-Kriegsministeriums beauftragt, wie SecurityWeek berichtete. Der Auftrag umfasst laut einem Bericht von financialcontent.com sowohl interne als auch quelloffene und proprietäre Messaging-Anwendungen, die vom Ministerium genutzt werden.

Automatisierte Schwachstellenanalyse mit Patch-Funktion

Xint setzt dabei auf ein System, das sowohl Quellcode als auch kompilierte Binärdateien untersucht. Die Software sucht nach Sicherheitslücken, priorisiert gefundene Schwachstellen nach ihrer tatsächlichen Angreifbarkeit und ist darüber hinaus in der Lage, eigenständig Patches zu erstellen. Damit deckt der Dienst den gesamten Prozess von der Fehlererkennung bis zur Behebung ab, ohne dass menschliche Analysten jeden Schritt manuell durchführen müssen.

Ursprung im DARPA-Wettbewerb AIxCC

Xint gehörte zu den Gewinnern des zweijährigen DARPA-Wettbewerbs AIxCC, bei dem insgesamt 29,5 Millionen US-Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet wurden. Sowohl SecurityWeek als auch financialcontent.com bestätigen, dass Xint zu den Spitzenreitern dieses Wettbewerbs zählte. Der aktuelle Auftrag der DARPA baut damit auf den im Rahmen des Wettbewerbs demonstrierten Fähigkeiten des Unternehmens auf.

Praxistest an Signal zeigt Wirksamkeit

Wie belastbar die Technologie bereits ist, zeigte ein Testlauf an der Messaging-App Signal. In einem einstündigen Scan der Android-Version von Signal identifizierte das System von Xint drei Fehler, die zu Programmabstürzen führten – konkret handelte es sich um ungefangene Ausnahmefehler.

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Die Schwachstellen wurden den Signal-Maintainern im Rahmen einer verantwortungsvollen Offenlegung gemeldet und anschließend in der Version Signal 8.11 behoben. Der Test verdeutlicht, dass die KI-gestützte Analyse innerhalb kurzer Zeit auch in weit verbreiteter, quelloffener Software praxisrelevante Fehler aufspüren kann.

Kommerzieller Einsatz bereits im Gange

Der SaaS-Dienst von Xint befindet sich laut SecurityWeek bereits im kommerziellen Einsatz bei Kunden außerhalb des DARPA-Auftrags. Das deutet darauf hin, dass die Technologie nicht ausschließlich für den Verteidigungssektor entwickelt wurde, sondern als breiter einsetzbares Sicherheitswerkzeug positioniert ist.

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Für das US-Kriegsministerium dürfte der Reiz vor allem darin liegen, große Mengen an Messaging-Software – von intern entwickelten Tools bis zu Open-Source-Komponenten – systematisch und automatisiert auf Schwachstellen prüfen zu können, ohne für jede einzelne Anwendung ein eigenes manuelles Audit-Team abstellen zu müssen.

Der Auftrag reiht sich in eine breitere Entwicklung ein, bei der Behörden zunehmend auf KI-gestützte Werkzeuge zur Absicherung kritischer Kommunikationsinfrastruktur setzen. Ob und in welchem Umfang Xint künftig weitere Aufträge von Regierungsstellen erhält, ist bislang nicht bekannt.

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de | wissenschaft | 70201033 |