Signal, Zweitgerät

Signal: iPhone wird erstmals als Zweitgerät unterstützt

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 22:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp und Signal erweitern ihre Multi-Device-Funktionen. iOS 27 Beta bringt KI-Siri, während eine kritische Sicherheitslücke geschlossen wird.

WhatsApp und Signal: Neue Updates für mehr Gerätefreiheit
Zwei Smartphones nebeneinander, die plattformübergreifende verschlüsselte Nachrichtensynchronisation darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

WhatsApp und Signal lockern die Bindung an das Haupt-Smartphone. Neue Updates erlauben mehr Flexibilität – und iOS 27 bringt weitere Neuerungen.

Die Ära, in der ein einzelnes Smartphone als unverzichtbare Schaltzentrale für verschlüsselte Messenger-Dienste diente, neigt sich dem Ende zu. Im Juli 2026 treiben sowohl Signal als auch WhatsApp die Geräteunabhängigkeit massiv voran. Das dürfte besonders für Nutzer interessant sein, die mehrere Apple-Geräte besitzen oder zwischen Plattformen wechseln.

Signal testet iPhone als Zweitgerät

Signal hat mit dem Beta-Update 8.22 für iOS eine bedeutende Neuerung gestartet. Erstmals lässt sich ein iPhone als sekundäres Gerät mit einem bestehenden Konto verknüpfen. Bisher war diese Multi-Device-Funktion iPads, Android-Geräten und Desktop-Rechnern vorbehalten. Die Kopplung erfolgt per QR-Code – und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt laut den Entwicklern auf allen verbundenen Geräten vollständig erhalten.

WhatsApp führt eigenständiges iPad-Einwahlverfahren ein

Noch einen Schritt weiter geht WhatsApp. Mit der Version 26.28.75, die seit dem 24. Juli 2026 weltweit ausgerollt wird, kann sich das iPad nun als eigenständiges Gerät registrieren. Das bedeutet: Keine dauerhafte Verbindung zum Haupttelefon mehr nötig. Die App funktioniert unabhängig. Zusätzlich bringt das Update praktische Neuerungen: Nutzer können PDFs direkt in der App bearbeiten und Musik von Streaming-Diensten in ihren Status einbinden.

iOS 27: Siri wird intelligenter – aber nicht für alle

Parallel zu den Messenger-Updates hat Apple am 24. Juli die zweite öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht. Das System bringt eine überarbeitete Siri mit, die auf Apple Intelligence setzt. Hinzu kommen visuelle Analyse-Tools in der Kamera und erweiterte Bildschirmzeit-Funktionen. Die Basisversion läuft auf dem iPhone 11 und neueren Modellen. Die KI-Features bleiben jedoch dem iPhone 15 Pro und allen späteren Generationen vorbehalten. Ein klassischer Fall von Hardware-Differenzierung – und für viele Nutzer wohl ein Grund zum Aufrüsten.

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RCS-Verschlüsselung: Fortschritte bei der Plattform-übergreifenden Kommunikation

Auch bei der Interoperabilität zwischen den Betriebssystemen tut sich etwas. Bereits Anfang 2026 begann das Testen von Ende-zu-Ende-verschlüsselten RCS-Nachrichten (Rich Communication Services) in der iOS-26.4-Entwickler-Beta. Zunächst beschränkt auf die Kommunikation zwischen Apple-Geräten. Doch künftige Updates sollen auch sichere RCS-Nachrichten mit Android-Geräten ermöglichen. Ein Meilenstein: Bereits im September 2024 hatte die GSMA Standards für verschlüsseltes, plattformübergreifendes RCS festgelegt.

Sicherheitslücke geschlossen: Gelöschte Nachrichten bleiben nicht mehr erhalten

Sicherheitsforscher und Aufsichtsbehörden arbeiten kontinuierlich daran, Risiken durch gespeicherte Nachrichtenfragmente und Hardware-Schwachstellen zu minimieren. Mitte 2026 wurde die Sicherheitslücke CVE-2026-28950 geschlossen. Sie betraf die Benachrichtigungsdienste älterer iPhones. Demnach konnten externe Stellen auf Fragmente gelöschter Signal-Nachrichten zugreifen. Das Update iOS 26.4.2 behebt das Problem, indem es gespeicherte Benachrichtigungsdaten nachträglich löscht.

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Rechtsstreit um Sicherheits-Exploit: Wer darf Schwachstellen veröffentlichen?

Ein brisanter Fall beschäftigt die Gerichte: Ein Bundesrichter ordnete die Entfernung des Exploits „usbliter8“ an. Dieser zielte auf den SecureROM der A12- und A13-Chips ab – also auf Geräte wie das iPhone XS und das iPhone 11. Hintergrund ist ein Rechtsstreit: Die Firma Magnet Forensics wirft einem ehemaligen Ingenieur vor, Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. Der Exploit erfordert zwar physischen Zugriff auf das Gerät, doch seine Veröffentlichung entfachte eine grundsätzliche Debatte: Wem gehören Sicherheitsforschungsergebnisse? Und wer darf sie veröffentlichen?

eSIM: Standard bei aktuellen iPhones – mit Ausnahmen

Die Hardware-Kompatibilität für moderne Telekommunikationsfunktionen hat sich stabilisiert. Die eSIM-Unterstützung ist mittlerweile Standard bei allen Modellen von iPhone 11 bis iPhone 17 – inklusive Spezialmodelle wie dem iPhone Air. Eine Einschränkung gibt es jedoch: In China, Macao und Hongkong verkaufte Geräte verfügen weiterhin nicht über die eSIM-Funktion. Ein regionale Detail, das für Vielreisende durchaus relevant sein dürfte.

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