Sigmaringen: Neuer Demenz-Treff mit 24 Tagespflegeplätzen startet im November
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 07:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Infrastruktur für die Betreuung pflegebedürftiger und demenziell erkrankter Menschen erfährt derzeit in mehreren Regionen signifikante Erweiterungen. Ein zentrales Projekt in diesem Kontext ist die geplante Eröffnung der neuen Tagespflegestation Senova Burgwiesen-Treff in Sigmaringen.
Die Inbetriebnahme der Einrichtung ist für November 2026 vorgesehen. Ursprünglich war der Start bereits für Juli geplant, doch Verzögerungen im Genehmigungsverfahren führten zu einer Anpassung des Zeitplans. Wie die Projektleitung mitteilte, sei die Baugenehmigung erst im Februar erteilt worden, was die viermonatige Verschiebung begründe.
Kapazitäten und Versorgungskonzept in Sigmaringen
Das unter der Leitung von Geschäftsführer Edgar Wagner stehende Projekt in Sigmaringen sieht insgesamt 24 Plätze für die Tagespflege vor. Zusätzlich wird eine Sozialstation für ambulante Dienste angegliedert, um eine Verzahnung der Pflegeleistungen zu gewährleisten.
Das Konzept des Burgwiesen-Treffs orientiert sich an einer flexiblen Nutzung: Gäste können die Einrichtung an einem bis fünf Werktagen pro Woche besuchen. Für den Transport wird ein Busservice eingerichtet, der die Teilnehmer morgens abholt und abends zurückbringt.
Die bauliche Ausstattung umfasst neben einem großzügus Aufenthaltsraum drei Ruheräume sowie einen Garten mit Terrasse. Barrierefreie Sanitäranlagen inklusive Dusche sind ebenfalls Bestandteil der Planung. Die Versorgung mit Mahlzeiten wird durch den Hauptstandort in Albstadt sichergestellt, von wo aus das Mittagessen angeliefert werden soll.
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Fortschritte bei stationären und ambulanten Projekten
Ähnliche Entwicklungen in der Pflegelandschaft zeigen sich bundesweit. In Altenstadt an der Waldnaab wurde im September 2026 der Tagestreff Harmonie der Öffentlichkeit vorgestellt.
Am 25. September präsentierten die Verantwortlichen, darunter Ulrike Hubeny-Meier und eine weitere Führungskraft, das Konzept in Anwesenheit von Bürgermeister Ernst Schicketanz und der Landtagsabgeordneten Nicole Bäumler. Das Programm des Treffs beinhaltet neben Bewegungsübungen auch digitale Schulungen wie den sicheren Umgang mit Smartphones für Senioren.
In Germering plant die örtliche Sozialstiftung unter dem Vorsitz von Christian Ganslmeier eine neue Wohngemeinschaft für Demenzpatienten an der Blumenstraße. Trotz Einwänden von Anwohnern hinsichtlich des Verkehrsaufkommens und der Gebäudehöhe bestätigte der Bauausschuss das Vorhaben.
Das Projekt umfasst 24 Plätze in einem mehrgeschossigen Holzbau auf einer Fläche von über 1700 Quadratmetern. Bauamtschef Jürgen Thum wies Befürchtungen bezüglich einer Wertminderung umliegender Immobilien zurück. Mit einem Baubeginn wird im kommenden Jahr gerechnet, während die Fertigstellung für 2028 oder 2029 avisiert ist.
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Vernetzung und spezialisierte Betreuungsformen
Neben baulichen Maßnahmen gewinnt die fachliche Vernetzung an Bedeutung. Im Rhein-Kreis Neuss betonte Gesundheitsdezernent Sebastian Johnen die Wichtigkeit starker Netzwerke für Demenzerkrankte. Bei einem Aktionstag auf einem Kinderbauernhof beteiligten sich zahlreiche Organisationen, darunter der Caritasverband und die Alzheimer Gesellschaft Rhein-Kreis Neuss, um über Unterstützungsangebote zu informieren.
Auch spezialisierte medizinische Dienste werden ausgebaut. Das Palliativnetz Süd- und Vorderpfalz der Diakonissen Speyer eröffnet zum 1. Oktober einen neuen Stützpunkt für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Kirchheimbolanden. Das Team aus Palliativmedizinerinnen und Fachkräften wird dort eine 24-Stunden-Versorgung für mehrere Verbandsgemeinden und die Stadt Worms sicherstellen.
Im Bereich der pädagogischen Arbeit mit Senioren werden in Österreich ab dem 1. Oktober die Programme der Katholischen Bildungswerke unter der Dachmarke „GUTE TAGE Senior:innenbildung“ gebündelt.
Die Präsentation dieser Marke am 29. September in Wien verdeutlichte den Umfang des Netzwerks, das rund 850 Trainingsgruppen und mehr als 11.000 Teilnehmer umfasst. Ziel ist es, bestehende Formate zur Selbstbestimmung im Alter unter einer gemeinsamen Struktur effizienter zu koordinieren.
