Sigatec, Schweizer

Sigatec: Schweizer Mikrochip-Fertiger feiert 20 Jahre Silizium-Innovation

Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 06:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sigatec fertigt seit 20 Jahren Silizium-Mikrokomponenten per DRIE und beliefert damit Uhrenindustrie, Optik, Konnektivität und Luftfahrt.

Sigatec feiert 20 Jahre Silizium-Mikrofertigung im Wallis
Eine Nahaufnahme eines Silizium-Wafers in einer sterilen, hochmodernen Produktionsumgebung für Mikrotechnik. Illustration mit AI erstellt.

Die Schweizer Firma Sigatec mit Sitz in Sion begeht 2026 ihr 20-jähriges Bestehen. Das Unternehmen wurde 2006 als Gemeinschaftsprojekt der Uhrenmarke Ulysse Nardin und des Präzisionsfertigers Mimotec gegründet und hat sich seither als Anbieter von Silizium-Mikrokomponenten für mehrere Industriezweige etabliert.

Fokus auf Siliziumtechnologie

Sigatec beschäftigt heute rund 40 Mitarbeitende und hat sich auf die Herstellung von Mikrokomponenten aus Silizium spezialisiert. Zum Einsatz kommt dabei die sogenannte DRIE-Technologie (Deep Reactive Ion Etching), ein Ätzverfahren, das die präzise Strukturierung von Silizium in hoher Stückzahl ermöglicht.

Nach eigenen Angaben kann das Unternehmen Serien von bis zu 100.000 Einheiten fertigen – eine Grössenordnung, die Sigatec sowohl für kleinteilige Sonderanfertigungen als auch für industrielle Massenproduktion positioniert.

Vier Anwendungsfelder

Die gefertigten Mikrokomponenten kommen laut Unternehmensangaben in vier Bereichen zum Einsatz: in der Uhrenindustrie, in der Optik, in der Konnektivität sowie in der Luftfahrt. Diese Diversifizierung über die ursprüngliche Verbindung zur Uhrenbranche hinaus zeigt, wie sich die Siliziumfertigung von Sigatec seit der Gründung durch Ulysse Nardin und Mimotec weiterentwickelt hat.

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Während Silizium in der Uhrmacherei vor allem wegen seiner Eigenschaften bei Unruhspiralen und anderen Präzisionsbauteilen geschätzt wird, erschliessen sich für die gleiche Fertigungstechnologie in der Optik, in Konnektivitätsanwendungen und in der Luftfahrt zusätzliche Einsatzgebiete, die von der hohen Massgenauigkeit und Wiederholbarkeit des DRIE-Verfahrens profitieren.

Bedeutung für den Mikrotechnik-Standort Wallis

Die Gründung von Sigatec im Jahr 2006 fiel in eine Phase, in der sich das Wallis als Standort für Mikrotechnik und Präzisionsfertigung zunehmend profilierte. Mit der Kombination aus Uhrenindustrie-Expertise von Ulysse Nardin und der Fertigungskompetenz von Mimotec entstand ein Unternehmen, das seine ursprüngliche Nische deutlich erweitert hat.

Die Fähigkeit, Silizium-Mikrokomponenten in Serien von bis zu 100.000 Stück zu produzieren, macht Sigatec zu einem Bindeglied zwischen hochpräziser Kleinserienfertigung und industrieller Skalierung.

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Mit seinem zweiten Jahrzehnt am Markt steht Sigatec exemplarisch für die Entwicklung eines regionalen Zulieferbetriebs, der aus einer branchenspezifischen Kooperation heraus entstanden ist und sich seither in mehreren Technologiefeldern etabliert hat.

Die anhaltende Nachfrage nach präzisen, in grossen Stückzahlen fertigbaren Mikrokomponenten dürfte dabei sowohl aus der traditionellen Uhrenindustrie als auch aus wachstumsstärkeren Bereichen wie Optik, Konnektivität und Luftfahrt kommen.

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