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Siemens Healthineers: Neue Sensorfabrik in Forchheim mit 100 Mio. Euro

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 14:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue Forchheimer Fertigung ergänzt den an seine Grenzen kommenden Standort in Japan und soll die weltweite Versorgung mit CT-Sensoren stärken.

Siemens Healthineers startet 100-Millionen-Euro-Sensorfabrik in Forchheim
Moderne, sterile Produktionshalle für hochpräzise Halbleiterfertigung in einem Industriebetrieb. Illustration mit AI erstellt.

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers nimmt an seinem Standort Forchheim in der Siemensstraße eine neue Fabrik für Halbleitersensoren zur Detektion von Röntgenstrahlung in Betrieb. Nach Unternehmensangaben handelt es sich bei der Anlage zur Fertigung photonenzählender Sensoren um die erste ihrer Art in Europa, wie aus einem Bericht vom 23. September 2026 hervorgeht.

Mit dem Neubau erweitert das Unternehmen seine Fertigungskapazitäten für die Medizintechnik erheblich. Die Nutzfläche der neuen Produktionsstätte in Forchheim beläuft sich auf rund 9500 Quadratmeter.

Das Investitionsvolumen für das Gebäude sowie die technische Ausstattung beträgt nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro. Durch die Inbetriebnahme sollen mehr als 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Bauarbeiten für das Projekt hatten im Jahr 2023 begonnen.

Mit bereits knapp 5000 Beschäftigten gehört Forchheim zu den größten Standorten des Medizintechnikkonzerns. An der Eröffnungsfeier nahmen rund 300 geladene Gäste aus dem Gesundheitswesen und der Politik teil, die vom Vorstandsvorsitzenden des Konzerns, Bernd Montag, begrüßt wurden.

Aufwendiges Herstellungsverfahren für Computertomographie-Sensoren

Die am Standort gefertigten Sensoren basieren auf Cadmiumtellurid (CdTe) und kommen in der photonenzählenden Computertomographie (CT) zum Einsatz. Die Herstellung des Halbleitermaterials gilt als technologisch anspruchsvoll: Cadmium und Tellur werden bei einer Temperatur von etwa 1110 Grad miteinander verschmolzen. Das anschließende Einkristallwachstum nimmt einen Zeitraum von rund zehn Wochen in Anspruch. Nach Abschluss dieser Wachstumsphase erfolgt die Weiterverarbeitung des Materials durch submillimetergenauen Schnitt sowie anschließende Politur.

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Die neue Forchheimer Fabrik für photonenzählende Sensoren ist laut Unternehmen die erste ihrer Art in Europa — bislang kam die Fertigung aus Japan, wo die Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen. Wer Beschaffung und Lieferketten in der Medizintechnik verantwortet, findet in dieser kostenlosen Analyse die wichtigsten Einordnungen zu Kapazitäten, Fertigungsaufwand und Standortfaktoren. Kostenlose Lieferketten-Analyse anfordern

Da es sich bei den Ausgangsstoffen Cadmium und Tellur um giftige Substanzen handelt, investierte Siemens Healthineers nach Unternehmensangaben zusätzlich einen einstelligen Millionenbetrag in Systeme zur Abluft- und Abwasserreinigung, um strenge Umwelt- und Sicherheitsstandards einzuhalten.

Kapazitätsgrenze in Japan erfordert Kapazitätsausbau

Ausschlaggebend für die Werkserweiterung in Oberfranken ist die kontinuierlich wachsende weltweite Nachfrage nach modernen bildgebenden Verfahren. Bislang verfügte Siemens Healthineers über eine entsprechende Fertigungsstätte in Japan.

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Photonenzählende CT-Sensoren auf CdTe-Basis verlangen ein aufwendiges Verfahren: Schmelze bei rund 1110 Grad, etwa zehn Wochen Einkristallwachstum, dazu strenge Auflagen für den Umgang mit giftigen Ausgangsstoffen. Diese kostenlose Analyse ordnet ein, was das für Marktpotenzial, Fertigungstiefe und Investitionsentscheidungen bedeutet. Analyse zu CT-Sensoren und Marktpotenzial sichern

Diese Produktionskapazitäten nähern sich laut Unternehmensangaben jedoch ihrer Obergrenze, weshalb mit der neuen Fabrik in Forchheim eine zweite tragende Säule für die weltweite Belieferung mit den hochpräzisen Röntgensensoren geschaffen wurde.

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