Sicherheitslücke, Geekom

Sicherheitslücke bei Geekom: Malware in Treiber-Installer entdeckt

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 23:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Geekom zieht infizierten Netzwerktreiber für AMD-Mini-PCs zurück. Nutzer älterer Support-Seiten waren betroffen, aktuelle Systeme gelten als sicher.

Geekom entfernt Trojaner-verseuchten Treiber-Installer von Support-Seite
Ein silberner Mini-PC steht auf einem Schreibtisch in einem modernen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Hardware-Hersteller Geekom hat auf Berichte über Sicherheitslücken in seinem Software-Angebot reagiert und einen kompromittierten Treiber-Installer von seinen Online-Ressourcen entfernt. Das Unternehmen bestätigte die Präsenz von Schadsoftware in einem Paket für Netzwerktreiber, das für verschiedene AMD-basierte Mini-PCs zum Download bereitstand. Betroffen waren Nutzer, die Treiber manuell über ältere Support-Seiten bezogen hatten.

Identifizierte Schadsoftware in Treiber-Installer

Im Zentrum der Sicherheitswarnung steht die Datei mit der Bezeichnung Install_PCIE_Win11_11.10.0720.2022_11222022.exe. Nach vorliegenden Erkenntnissen wurde dieser Installer bereits seit Ende 2024 von Sicherheitslösungen wie Windows Defender als Bedrohung eingestuft.

Die Software wird konkret als Trojan:Win32/Asruex.A identifiziert. Weitere Analysen durch Plattformen wie VirusTotal, FileScan.IO, MetaDefender und YARAify bestätigten die Einstufung als schädlich. Die Datei wurde zudem unter den Bezeichnungen Malware.Agentb und Win.Trojan.Asruex geführt.

Geekom hat das betroffene Paket inzwischen aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich bei dem Fundort um eine veraltete Ressource auf einer ehemaligen Support-Seite. Der Hersteller betonte in diesem Zusammenhang, dass die aktuelle offizielle Website sicher sei und keine Anzeichen für eine unbefugte Intrusion in die Unternehmensinfrastruktur vorlägen.

Betroffene Modelle und Infektionsweg

Die Sicherheitswarnung betrifft eine Reihe von leistungsstarken Mini-PC-Modellen des Herstellers. Explizit genannt werden die Geräte-Serien A7, A8, AE7 und AE8 sowie die Pro-Modelle AX7 Pro und AX8 Pro. Geekom stellte klar, dass die Schadsoftware nicht auf aktuell ausgelieferten Systemen vorinstalliert war.

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Das Infektionsrisiko bestand primär für Anwender, die Treiber für diese spezifischen Modelle nicht über die automatischen Windows-Updates bezogen, sondern gezielt über Suchmaschinen nach Treiberpaketen suchten und dabei auf die veraltete Support-Seite von Geekom gelangten. Nutzer, die ihre Systeme im Werkszustand belassen oder ausschließlich offizielle, aktuelle Kanäle genutzt haben, seien demnach nicht gefährdet.

Handlungsempfehlungen für betroffene Nutzer

Für Anwender, die den fraglichen Installer heruntergeladen oder ausgeführt haben, werden weitreichende Sicherheitsmaßnahmen empfohlen. Fachleute raten dazu, die entsprechende Datei umgehend zu löschen und das betroffene System vollständig vom Netzwerk zu trennen, um eine mögliche Ausbreitung der Schadsoftware zu verhindern.

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Zur Bereinigung des Systems wird ein zweifacher Scan mit aktueller Antiviren-Software nahegelegt. In Berichten wird zudem empfohlen, eine vollständige Neuinstallation von Windows vorzunehmen oder das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen (Factory Reset), um sicherzustellen, dass keine persistenten Rückstände des Trojaners im System verbleiben. Da die Schadsoftware Passwörter gefährdet haben könnte, sollten betroffene Nutzer zudem ihre Zugangsdaten ändern.

Für die künftige Versorgung mit Treibern verweist der Hersteller darauf, Ressourcen direkt von Realtek oder über die integrierte Windows-Update-Funktion zu beziehen. Geekom kündigte an, die internen Prozesse zur Bereitstellung von Software-Ressourcen zu verbessern, um derartige Sicherheitsrisiken künftig auszuschließen.

Erste Berichte über Unregelmäßigkeiten bei den Treiber-Downloads reichen bis in den Dezember 2024 zurück, was die Bedeutung einer regelmäßigen Überprüfung auch älterer Support-Inhalte unterstreicht.

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