Shilajit: 90-Tage-Studie zeigt Testosteron- und DHEAS-Anstieg
08.06.2026 - 17:40:37 | boerse-global.de
Wissenschaftler untersuchen nun, ob das Harz wirklich den Hormonhaushalt beeinflusst.
Das Naturharz wird in der traditionellen Medizin seit Jahrhunderten geschätzt. Aktuelle Studien liefern erste Hinweise auf messbare Effekte – aber auch Sicherheitsbedenken.
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Studie zeigt Anstieg von Testosteron und DHEAS
Eine Humanstudie untersuchte die Wirkung von gereinigtem Shilajit über 90 Tage. Die Teilnehmer nahmen das Präparat zweimal täglich ein. Das Ergebnis: Signifikante Veränderungen bei Gesamt-Testosteron, freiem Testosteron und DHEAS-Spiegel.
DHEAS ist eine Vorstufe von Testosteron und Östrogen. Das erklärt das wachsende Interesse der Forschung an diesem Hormonweg. Die Charité Berlin untersucht derzeit in einer großangelegten Studie, ob DHEA als Zusatztherapie bei Depressionen wirkt.
Potenzial bei männlicher Unfruchtbarkeit
Ein systematischer Review aus 2024 bescheinigt Shilajit Potenzial bei männlicher Infertilität. Die Inhaltsstoffe könnten die Fortpflanzungsfähigkeit positiv beeinflussen.
Die Datenlage bleibt jedoch begrenzt. Es fehlen großangelegte Langzeitstudien, um Wirksamkeit und Sicherheit verlässlich zu bestätigen.
Parallel forscht die Wissenschaft an anderen Ansätzen: Der Verbund „ContraPur“ unter Leitung der RWTH Aachen testet nicht-hormonelle Verhütungsmethoden für Männer. Ziel ist es, den Spermientransport über Signalmoleküle zu blockieren.
Gefahr durch Schwermetalle in minderwertigen Produkten
Experten warnen vor unkritischem Konsum. Das größte Problem: die Reinheit der Produkte. Gereinigtes Shilajit gilt als gut verträglich. Unreine oder minderwertige Produkte können jedoch erhebliche Mengen an Schwermetallen enthalten.
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Auf dem Fortbildungskongress pharmacon in Meran wiesen Mediziner auf eine gefährliche Fehlannahme hin: Rund die Hälfte der Bevölkerung glaubt, Nahrungsergänzungsmittel würden ähnlich streng geprüft wie Arzneimittel. Das stimmt nicht.
Hochdosierte Präparate können Nebenwirkungen verursachen und die Wirkung regulärer Medikamente beeinträchtigen. Krankheitsbezogene Werbung ist für diese Produkte gesetzlich verboten. Die Aufklärung bleibt eine Herausforderung.
Hormon-Booster im Trend: Risiken für junge Sportler
Das Interesse an Testosteron-Boostern wie Shilajit wächst in einem Marktumfeld, in dem der Missbrauch hormoneller Substanzen zunimmt. Mediziner berichten von einer besorgniserregenden Entwicklung bei jungen Sportlern.
Unkontrollierte Testosteron-Einnahme kann zu Unfruchtbarkeit und einem verfrühten „männlichen Klimakterium“ führen. Daten deuten darauf hin, dass über zehn Prozent der Fitnessstudiobesucher betroffen sein könnten.
Die Komplexität des Hormonsystems zeigt auch eine aktuelle Studie: Junge Cannabiskonsumenten wiesen signifikant höhere Testosteronspiegel auf als Nicht-Konsumenten. Das widerspricht bisherigen Annahmen.
Die Botschaft für Verbraucher: Shilajit ist kein Wundermittel. Wer seinen Hormonhaushalt verbessern will, sollte den gesamten Lebensstil betrachten – und ärztlichen Rat einholen, bevor er zu Nahrungsergänzungsmitteln greift.
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