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Shelly Camera: Überwachung ohne Cloud-Zwang für 39,90 Euro

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 16:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Shelly bringt eine 39,90-Euro-Innenkamera mit lokaler Datenspeicherung, offenen Schnittstellen und optionalem Cloud-Premiumdienst auf den Markt.

Shelly Camera: Innenkamera mit lokaler Speicherung ohne Cloud-Zwang
Ein minimalistisch eingerichtetes Wohnzimmer mit Blick in einen sonnigen Garten bei natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen der Technikmesse IFA stellte der Hersteller Shelly mit der Shelly Camera eine neue Lösung für die Innenraumüberwachung vor, die insbesondere durch den Verzicht auf eine obligatorische Cloud-Anbindung auffällt.

In einer Branche, in der viele Anbieter auf kostenpflichtige Abonnements für grundlegende Funktionen setzen, positioniert sich das Unternehmen mit einem Modell, das die Speicherung von Videodaten lokal ermöglicht und damit potenzielle Sicherheitsrisiken durch Cloud-Abhängigkeiten adressiert.

Technische Spezifikationen und lokale Verwaltung

Die kompakte Innenkamera bietet Videoaufnahmen in Full-HD-Auflösung sowie eine integrierte Nachtsichtfunktion. Zur weiteren Ausstattung gehört eine Bewegungserkennung, die Nutzer über Vorkommnisse im Erfassungsbereich informiert. Ein wesentliches Merkmal der Hardware ist der Verzicht auf einen integrierten Akku; die Stromversorgung wird stattdessen dauerhaft über einen USB-C-Anschluss sichergestellt.

Für die Speicherung des Bildmaterials verfügt das Gerät über einen microSD-Kartenslot, der Speichermedien mit einer Kapazität von bis zu 512 GB unterstützt. Da die Speicherkarte nicht im Lieferumfang enthalten ist, müssen Anwender diese für die lokale Nutzung separat erwerben.

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Diese Architektur ermöglicht es, die Kamera vollständig ohne ein Cloud-Abonnement zu betreiben, da sämtliche Daten lokal auf dem Gerät verbleiben können. Damit kommt der Hersteller den Anforderungen von Nutzern entgegen, die Wert auf Datenhoheit in den eigenen vier Wänden legen.

Integration in professionelle Smart-Home-Umgebungen

Über die reine Stand-alone-Nutzung hinaus bietet die Shelly Camera Schnittstellen für die Einbindung in komplexere Infrastrukturen. Das Gerät unterstützt gängige Protokolle wie RTSP, WebRTC und MQTT. Damit ist die Kamera insbesondere für Anwender geeignet, die ihre Überwachungslösungen in Open-Source-Plattformen wie Home Assistant oder spezialisierte Software-Lösungen wie Frigate integrieren möchten. Diese technische Offenheit erlaubt eine herstellerunabhängige Verwaltung der Videostreams und vertieft den Ansatz der lokalen Kontrolle über die Sicherheitsinfrastruktur.

Preismodell und optionale Dienste

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Die Shelly Camera ist im Onlineshop des Herstellers zu einem Preis von 39,90 Euro gelistet, wobei zusätzliche Versandkosten anfallen. Während die Kernfunktionen kostenfrei und lokal nutzbar sind, bietet das Unternehmen zusätzlich den Dienst Shelly Cloud Premium an.

Für eine monatliche Gebühr von 3,99 Euro pro Kamera erhalten Nutzer Zugriff auf erweiterte Funktionen, wie etwa eine automatisierte Objekterkennung. Damit bleibt die Entscheidung für Cloud-basierte Zusatzleistungen optional und ist nicht Voraussetzung für den operativen Basisbetrieb der Hardware.

Erweiterung des Produktökosystems

Neben der neuen Überwachungslösung wurden weitere Schritte zum Ausbau des Portfolios bekannt. Dazu gehören geplante Partnerprodukte, die in Kooperation mit den Herstellern Hörmann und Rademacher entstehen.

Zudem wurde die Einführung einer neuen Wallbox mit einer Ladeleistung von 22-kW angekündigt. Diese Entwicklungen unterstreichen das Ziel, das Ökosystem über die klassische Hausautomation hinaus in Bereiche der E-Mobilität und übergreifender Systempartnerschaften zu erweitern.

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